Eine aktuelle CNN-Umfrage offenbart deutliche Kritik an der Amtsführung von US-Präsident Donald Trump im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit. 58 % der Befragten bewerten das Jahr als Misserfolg. Besonders in wirtschaftlichen Fragen verliert Trump zunehmend das Vertrauen der Bevölkerung.
Wirtschaft bleibt Top-Thema – Trump fällt durch
Die größte Sorge der Amerikaner ist laut Umfrage nach wie vor die Wirtschaft, mit klarem Abstand zu anderen Themen. Allerdings glauben nur 32 %, dass Trumps Politik die wirtschaftliche Lage verbessert hat. 55 % sind der Meinung, sie habe sich verschlechtert.
Nur rund ein Drittel der Befragten glaubt, dass Trump die richtigen Prioritäten setzt – ein Rückgang von 45 % zu Beginn seiner Amtszeit. 64 % kritisieren, er tue nicht genug, um die Lebenshaltungskosten zu senken. Selbst innerhalb der republikanischen Wählerschaft wünschen sich viele ein stärkeres Engagement in dieser Frage.
Auch das persönliche Verhältnis zu Trump hat sich verschlechtert: Nur noch ein Drittel der Amerikaner sagt, er kümmere sich um Menschen wie sie – der niedrigste Wert seiner politischen Karriere.
Vertrauen in Trumps Amtsführung bröckelt
Nur 37 % sehen Trump als jemanden, der das Wohl des Landes über persönliche Interessen stellt, lediglich 35 % sind stolz darauf, ihn als Präsidenten zu haben. Auch an seiner körperlichen und geistigen Eignung zweifeln viele: Weniger als die Hälfte traut ihm zu, sein Amt effektiv auszuüben.
Ein unabhängiger Befragter fasst es so zusammen: „Selbst wenn er in manchen Bereichen Ergebnisse liefert, wirkt er eigennützig und wenig interessiert am Gemeinwohl.“
Zustimmung sinkt – nur noch 39 % stehen hinter Trump
Trumps generelle Zustimmungswerte liegen derzeit bei 39 %, deutlich unter den Werten vom Beginn seiner zweiten Amtszeit. Während er in seiner ersten Amtszeit oft mit guten Werten zur Wirtschaft punkten konnte, fehlt ihm nun ein vergleichbares Kernthema, das breite Zustimmung erzeugt.
Auch bei unabhängigen Wählern ist die Unterstützung stark gesunken – aktuell liegt sie bei nur 29 %. Unter jüngeren Erwachsenen und Latinos sank die Zustimmung auf 30 %, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu Beginn der Amtszeit.
Basis bleibt treu – doch die Mehrheit lehnt Kurs ab
Trump kann sich weiterhin auf den Rückhalt seiner Kernwählerschaft verlassen: Knapp 90 % der Republikaner unterstützen ihn, vor allem innerhalb der sogenannten „MAGA“-Bewegung ist seine Zustimmung fast uneingeschränkt.
Doch außerhalb dieser Basis sieht es düster aus. Demokraten und große Teile der Unabhängigen lehnen seine Politik deutlich ab. Besonders sein Umgang mit demokratischen Institutionen stößt auf Kritik.
Mehrheit sieht Machtmissbrauch
Laut der Umfrage sagen 58 %, dass Trump seine präsidialen Befugnisse zu weit ausgedehnt hat – ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Auch seine Eingriffe in kulturelle Einrichtungen wie das Smithsonian oder das Kennedy Center sowie der Abbau staatlicher Programme stoßen auf Ablehnung.
Gleichzeitig sinkt die Zahl derer, die glauben, Trump werde das Land grundlegend verändern. Nur noch 41 % gehen von langfristigen Veränderungen aus – viele erwarten, dass seine Maßnahmen mit der Zeit verblassen.
Fazit:
Die Umfrage zeichnet ein klares Bild: Die Mehrheit der Amerikaner ist mit Trumps Amtsführung unzufrieden, besonders in Hinblick auf die Wirtschaft, seine Prioritätensetzung und seinen Umgang mit Macht. Zwar steht seine Basis weiterhin hinter ihm, doch der Rückhalt in der breiten Bevölkerung bröckelt – ein schlechtes Vorzeichen für das politische Jahr 2026.
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