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Mega-Fusion in der US-Kabelbranche: Charter Communications und Cox Communications schließen sich zusammen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die US-amerikanische Kabelbranche steht vor einer bedeutenden Konsolidierung: Charter Communications, bekannt unter der Marke Spectrum, fusioniert mit dem Privatunternehmen Cox Communications. Wie die beiden Unternehmen am Freitag bekannt gaben, beläuft sich der Wert von Cox inklusive Schulden auf 34,5 Milliarden US-Dollar.

Herausforderung durch Streaming und Mobilfunk

Der Zusammenschluss erfolgt in einer Zeit, in der Kabelanbieter zunehmend unter Druck geraten. Immer mehr Menschen verzichten auf teure Kabel-TV-Pakete und wechseln zu günstigeren Streaming-Diensten. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz durch Mobilfunkanbieter wie AT&T und T-Mobile, die ihren Kunden vermehrt Breitband- und Mobilfunkpakete anbieten.

Durch die Fusion erhoffen sich Charter und Cox eine Stärkung ihrer Marktposition. „Diese Kombination wird unsere Fähigkeit verbessern, innovative und qualitativ hochwertige Produkte anzubieten – zu wettbewerbsfähigen Preisen und mit exzellentem Kundenservice“, erklärte Charter-CEO Chris Winfrey.

Positive Marktreaktion und strategische Neuausrichtung

Die Ankündigung sorgte an der Börse für positive Reaktionen: Die Aktie von Charter legte um mehr als 6 % zu. Charter ist einer der wenigen Kabelanbieter, die sich in diesem Jahr gut entwickelt haben – die Aktie stieg seit Januar um 22 %. Vor allem das Wachstum im Mobilfunksegment konnte Verluste im Kabelgeschäft ausgleichen.

Cox Communications ist die größte Sparte von Cox Enterprises, einem familiengeführten Unternehmen mit Beteiligungen im Kabel-, Automobil- und Mediensektor. Nach der Fusion wird das vereinte Unternehmen weiterhin unter dem Namen Cox Communications firmieren, während Spectrum die Marke im Endkundengeschäft bleibt.

Hauptsitz und regulatorische Hürden

Der Unternehmenssitz der fusionierten Firma soll in Stamfords, Connecticut, verbleiben, wo Charter derzeit ansässig ist. Zudem wird es eine „signifikante Präsenz“ am Cox-Campus in Atlanta geben.

Die Fusion bedarf noch der behördlichen Genehmigung und könnte zum Prüfstein für die Haltung von US-Präsident Donald Trump gegenüber Unternehmenszusammenschlüssen werden. Experten erwarten, dass die Regulierungsbehörden die Auswirkungen auf den Wettbewerb sorgfältig prüfen werden.

Mit diesem Zusammenschluss könnte die Kabelbranche auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren und sich gegen die wachsende Konkurrenz von Streaming- und Mobilfunkanbietern besser wappnen.

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