Nach einem Trainingsauftakt, der nach „Titelkampf auf Augenhöhe“ roch, lieferten die McLaren-Piloten Oscar Piastri und Lando Norris am Freitag in Baku eher eine Vorstellung in der Kategorie Slapstick Racing.
Norris küsst die Bande
Lando Norris hatte zunächst noch die Bestzeit im ersten Training geholt – um dann im zweiten seinen Boliden in die Bande zu drücken. Der McLaren schleppte sich zwar noch heldenhaft in die Box, doch nach sieben Runden war Feierabend. Kommentar aus der Boxengasse: „Besser, das Auto im Training kaputtfahren, dann hat man am Sonntag schon Übung.“
Piastri: Gelb heißt bei mir Grün
Teamkollege Oscar Piastri wollte da nicht nachstehen. Erst touchierte er die Streckenbegrenzung, dann überhörte er offenbar die Lektion aus der Fahrschule: Gelb bedeutet Vorsicht, nicht Vollgas. Die Rennleitung zeigte sich großzügig und beließ es bei einer Verwarnung – wahrscheinlich in der Hoffnung, der WM-Leader könne wenigstens am Sonntag die Zielflagge sehen.
Ferrari plötzlich wieder da
Während McLaren das Training als Comedy-Nummer gestaltete, meldete sich Rekordweltmeister Lewis Hamilton zurück. Im Ferrari fuhr er Bestzeit – 74 Tausendstelsekunden vor Teamkollege Leclerc. Baku bleibt damit auch im Jahr 2025 die Stadt, in der sich Ferrari-Fans Hoffnungen machen dürfen, bevor sie beim Rennen am Sonntag wieder zerplatzen.
Matchball mit Wacklern
In der Konstrukteurswertung könnte McLaren theoretisch schon in Baku alles klar machen. Praktisch wirkt das Team aber, als hätte es den „Matchball“ mit Butterfingern serviert bekommen. Piastri führt zwar noch mit 31 Punkten Vorsprung vor Norris – aber wenn beide weiter so trainieren, könnten selbst Haas und Williams irgendwann lachen.
Fazit
McLaren kam nach Baku, um die Meisterschaft zu zementieren – und schaffte es, die eigene Garage zu zerdellen. Vielleicht klappt’s ja am Sonntag. Wenn nicht, bleibt immer noch Netflix: Drive to Survive freut sich über jede neue Slapstick-Szene.
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