Die neue Nintendo Switch 2 ist da – und mit ihr offenbar auch der Beweis, dass Menschen in Stresssituationen erstaunlich schnell ihre Kreditkarten finden können. Über 3,5 Millionen Einheiten wurden in den ersten vier Tagen verkauft, was laut Nintendo „ein Rekord“ sei – und laut dem Rest der Menschheit „ein Wunder, dass überhaupt noch jemand zur Arbeit geht“.
Bereits am 5. Juni verwandelten sich Elektronikmärkte weltweit in Schlachtfelder mit WLAN. In kürzester Zeit fegten hysterische Konsumenten die Lager leer – in etwa so, wie man es sonst nur von Toilettenpapier kennt. Onlinehändler sprechen inzwischen von Wartezeiten bis zu zwei Monaten, was für Gaming-Fans in etwa dem emotionalen Schmerzlevel eines Internet-Ausfalls entspricht.
Nintendo-Chef Shuntaro Furukawa versuchte sich in optimistischer Zurückhaltung: Man plane, bis März 2026 etwa 15 Millionen Konsolen zu verkaufen. Einige Analysten halten das für „realistisch“, andere für „niedlich“. Denn das Verlangen nach dieser Konsole ist offensichtlich gewaltig – sie ist schließlich der erste echte Nachfolger seit der Ur-Switch aus einer Zeit, als TikTok noch Musical.ly hieß und niemand wusste, was ein „Joy-Con-Drift“ ist.
Furukawa betonte, dass die Produktion „nicht das Problem“ sei – was für alle, die gerade auf eBay Kleinanzeigen eine Switch 2 zum Preis eines Gebrauchtwagens kaufen, vermutlich nur mäßig tröstlich ist.
Ob sich die Verkäufe bald normalisieren? Möglich. Aber fürs Erste ist klar: Nintendo hat nicht nur eine Konsole verkauft, sondern ein kollektives Verlangen nach Eskapismus mit 60 FPS bedient.
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