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Massenaufmarsch in London: Tommy Robinsons Hetze im Gewand der „Meinungsfreiheit“

geralt (CC0), Pixabay
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Gestern strömten Zehntausende in die Straßen Londons – nicht, um für soziale Gerechtigkeit oder gegen die Wirtschaftskrise zu demonstrieren, sondern um gegen Einwanderung zu hetzen. Angeführt vom berüchtigten Anti-Islam-Aktivisten Tommy Robinson verwandelte sich die britische Hauptstadt in eine Bühne für Parolen wie „Schickt sie nach Hause“. Die Polizei zählte bis zu 110.000 Teilnehmende – eine bedenkliche Zahl für ein Land, das sich gerne als Wiege der Demokratie rühmt.

Nationalfahnen und Sündenböcke

Mit englischen und britischen Flaggen zogen die Demonstranten Richtung Westminster, als wollten sie ein nationalistisches Schauspiel inszenieren. Manche trugen sogar US-amerikanische und israelische Fahnen – Symbolik, die wenig mit Einwanderung zu tun hat, aber bestens ins Bild der identitären Pose passt.

Robinson selbst – mehrfach vorbestraft, doch unermüdlich bemüht, sich als „Journalist“ zu verkaufen – verkaufte den Aufmarsch als Feier der freien Meinungsäußerung. Dass er damit vor allem Ressentiments schürt und politische Brandstiftung betreibt, verschweigt er. Sogar der ermordete US-Aktivist Charlie Kirk wurde als Märtyrerfigur bemüht – ein durchsichtiges Manöver, um den Protesten einen „ehrenhaften“ Anstrich zu verleihen.

Rassismus als Volkssport

Während in Großbritannien die Preise explodieren und die Wirtschaft schwächelt, wird die Zuwanderung zum Hauptthema hochgejazzt. Dass mehr als 28.000 Menschen in diesem Jahr über den Ärmelkanal geflüchtet sind, dient den Rassisten als Vorwand, von den eigentlichen Problemen abzulenken: sozialen Verwerfungen, sinkenden Löhnen, einer kaputtgesparten Infrastruktur.

Eine Gegendemonstration unter dem Motto „Stand Up to Racism“ konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die rechte Szene immer unverhohlener in Szene setzt – und auf erschreckend viel Resonanz stößt.

Fazit

Was gestern in London passierte, war kein „Fest der Meinungsfreiheit“, sondern ein Fanal: Wenn Politik und Medien das Migrationsthema zum Dauerfeuer aufblasen, überlassen sie Figuren wie Tommy Robinson das Feld. Das Resultat sind Massenmärsche, die die Gesellschaft spalten und in denen Rassismus als legitime Haltung durchgeht.

 

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