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Life Forestry Switzerland AG Lambert Liesenberg und die Mail an einen Anleger die wir gerne beantworten wollen

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Sehr geehrter Herr Liesenberg,

vielen Dank für Ihre erneute Stellungnahme.

Nach eingehender Prüfung Ihrer Ausführungen müssen wir feststellen, dass wesentliche Kernfragen weiterhin unbeantwortet geblieben sind. Ihre Antwort enthält überwiegend allgemeine Einordnungen und Bewertungen, geht jedoch auf die konkret adressierten Sachverhalte nicht in der notwendigen Substanz und Nachvollziehbarkeit ein.

Vor diesem Hintergrund halten wir folgende Punkte weiterhin ausdrücklich fest:

1. Fehlende Transparenz in zentralen Bereichen
Bislang liegen keine belastbaren und überprüfbaren Informationen vor zu
– den tatsächlichen Eigentums- bzw. Nutzungsrechten an den Plantagen,
– der aktuellen wirtschaftlichen Situation (Bestände, Kosten, Erlöse),
– der konkreten gesellschaftsrechtlichen Struktur der LFS Bewirtschaftungs AG,
– sowie zu den maßgeblichen Vertragsinhalten (insbesondere Haftung, Vergütung und Kündigungsrechte).

Ihre bisherigen Ausführungen ersetzen diese erforderlichen Informationen nicht.

2. Widersprüchliche Darstellung der Anlegerstellung
Sie führen aus, Kunden seien „Baumeigentümer“. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein erhöhter Klärungsbedarf:
– Wie ist dieses Eigentum rechtlich konkret ausgestaltet und gesichert?
– Wie erfolgt der tatsächliche Zugriff auf die Bäume?
– Auf welcher rechtlichen Grundlage dürfen Dritte über diese Vermögenswerte verfügen?

Ohne eine klare und nachvollziehbare Darstellung ist eine rechtliche und wirtschaftliche Bewertung nicht möglich.

3. Fehlende Kontroll- und Mitwirkungsrechte
Ihre Ausführungen lassen erkennen, dass verbindliche Kontroll- oder Mitwirkungsrechte der Anleger nicht vorgesehen sind.
Gerade vor dem Hintergrund der eingetretenen Entwicklung – insbesondere der Liquidation mangels Aktiven – ist dies aus Anlegersicht nicht akzeptabel.
Transparenz und Kontrolle sind keine optionalen Elemente, sondern grundlegende Voraussetzungen für Vertrauen.

4. Personelle Kontinuität
Die Einbindung von Personen, die bereits in der bisherigen Struktur in verantwortlicher Position tätig waren, begründet keinen Vertrauensvorschuss, sondern erhöht den Aufklärungsbedarf.

5. Zentrale offene Frage zur Mittelverwendung (Life Forestry Foundation Liechtenstein)
Besonders klärungsbedürftig ist folgender Punkt:

Nach Kenntnislage wurde Anlegern wiederholt dargestellt, dass Mittel an die Life Forestry Foundation in Liechtenstein zur Bewirtschaftung geflossen seien.
Diese Gesellschaft ist jedoch – anders als andere Strukturen – nicht insolvent.

Vor diesem Hintergrund stellen sich zwingend folgende Fragen:
– In welcher konkreten Höhe sind Anlegergelder an diese Foundation geflossen?
– Zu welchem Zweck wurden diese Mittel verwendet?
– Wo befinden sich diese Gelder aktuell bzw. welche Vermögenswerte stehen diesen gegenüber?
– Warum soll nun eine neue Gesellschaft eingesetzt werden, die nach aktuellem Kenntnisstand über keine eigenen Mittel verfügt?

Gerade dieser Punkt ist für Anleger von erheblicher Bedeutung und bedarf einer klaren, nachvollziehbaren und belegbaren Darstellung.

6. Datenweitergabe
Eine Einwilligung zur Weitergabe personenbezogener Daten wird derzeit ausdrücklich nicht erteilt.
Eine solche kommt frühestens nach vollständiger und überprüfbarer Aufklärung der oben genannten Punkte in Betracht.

Wir betonen ausdrücklich, dass weiterhin Bereitschaft besteht, sich mit einem tragfähigen und transparenten Konzept auseinanderzusetzen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine vollständige, nachvollziehbare und rechtlich belastbare Beantwortung der genannten Fragen.

Wir bitten daher um eine substantiierte Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen.

Sollte eine entsprechende Aufklärung nicht erfolgen, behalten wir uns vor, die Angelegenheit unter rechtlichen und publizistischen Gesichtspunkten weiter zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen

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Die Mail von Lambert Liesenberg

Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mail, welche ganz offensichtlich aus der Feder eines Anwalts oder einer Interessentengruppe stammt, da ich diesen Text wortgleich mehrfach erhalten habe.

Die Life Forestry Switzerland AG wird in Kürze liquidiert sein und nicht mehr existieren. Es wird dann keine Kundendaten und keine Ansprechpartner mehr geben. Sie sind dann auf sich allein gestellt. Damit dies vermieden werden kann, habe ich mich um eine Lösung bemüht und diese auch gefunden.

Die LFS Bewirtschaftungs AG bietet den Kunden an, die Bewirtschaftung, Ernte und den Verkauf zu übernehmen. Soweit ich informiert bin, sind die Bewirtschaftungsverträge in einer Art ausgearbeitet, dass für die Kunden keinerlei zusätzliche Kosten oder Gebühren bestehen.

Die LFS Bewirtschaftungs AG wird geführt von Herrn Huber, der zuvor fast zehn Jahre für die Life Forestry Switzerland AG Leiter der Administration war. Er kennt alle Vorgänge und ist in der Lage die Kundenbetreuung reibungslos fortzusetzen. Ebenso weiss ich, dass das Forstteam um Dr. Diego Perez mit der LFS Bewirtschaftungs AG kooperiert und somit die Qualität der Arbeit auf den Plantagen sichergestellt werden kann.

Was meinen Sie damit, wenn Sie sagen, dass ein «weiter so» nicht akzeptabel ist. Wenn Sie Zweifel an der rechtlichen und wirtschaftlichen Struktur haben, dann müssen Sie keinen Vertrag abschliessen. Es handelt sich lediglich um ein Angebot. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie nicht Anleger im Finanzmarktsinne sind, denn Sie haben keine Aktien oder Anteile erworben. Sie sind Baumeigentümer und irgendjemand muss sich um die Bewirtschaftung, Ernte und den Verkauf kümmern.

Das kann die LFS Bewirtschaftungs AG, das können Sie aber auch selbst machen oder Sie können einen Dritten beauftragen. Offen gesagt habe ich jedoch Zweifel, dass letzteres dann zum gewünschten Erfolg führt.

Die Einrichtung eines «Anlegerbeirates» ist zweifelsohne die Idee eines Anwalts, der seine Tätigkeit und Gebühren rechtfertigen muss.

In der Tat habe ich von Herrn Huber gehört, dass er eine unabhängige Kontrollinstanz einrichten möchte, in der Vertreter der Kundschaft, Rechtberater und Steuerexperten vertreten sind. Diese können unabhängig die Arbeit kontrollieren und am Ende freiwillig testieren. Ähnlich wie das in Vereinen oder anderen Institutionen geschieht. Aber Herr Huber wird, so wie ich ihn kenne, sich das nicht von Ihnen vorschreiben lassen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich Herr Huber und sein Team vorschreiben lassen, wann und wie sie ihre Arbeit zu tun haben. Denn das bedeutet nur einen sehr hohen Verwaltungs- und Bürokratieaufwand. Darüber hinaus ist es fraglich, wer überhaupt kompetent ist, diese Arbeit fachlich und inhaltlich zu prüfen und zu bewerten.

Wenn Sie kein Vertrauen haben, dann sollten Sie vielleicht auch keinen Vertrag mit der LFS Bewirtschaftungs AG abschliessen.

Wenn Sie bereit sind, sich das Angebot überhaupt erst einmal anzusehen, dann teilen Sie bitte mit, ob ich Herrn Huber Ihre Kontaktdaten weitergeben darf. Er wird sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen und Sie können dann immer noch entscheiden, was Sie machen möchten.

Beste Grüsse

Lambert Liesenberg

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