Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz nimmt rasant zu – viele Beschäftigte verwenden bereits Tools wie ChatGPT oder andere generative KI-Modelle für alltägliche Aufgaben. Doch nicht jeder kennt die Regeln – sofern es überhaupt welche gibt. Fehlende Unternehmensrichtlinien oder mangelnde Schulungen führen oft dazu, dass Mitarbeitende „auf Sicht fliegen“. Das kann riskant sein.
Hier sind drei zentrale Empfehlungen, wie Sie KI verantwortungsbewusst und rechtssicher im Job nutzen:
1. Verstehen Sie die Grenzen der KI
Generative KI ist beeindruckend – sie hilft beim Entwurf von Texten, beim Auffinden von Informationen oder beim Erkennen von Mustern. Aber sie ist auch fehleranfällig und kann sogenannte „Halluzinationen“ erzeugen: scheinbar plausible, aber völlig falsche Aussagen.
Fazit: Nutzen Sie KI nur als ersten Entwurf oder Unterstützung. Überprüfen Sie alle Inhalte, die Sie daraus übernehmen, sorgfältig.
Seien Sie gegenüber Vorgesetzten transparent, wenn Sie KI eingesetzt haben – besonders in sensiblen Projekten.
2. Fragen Sie nach einer KI-Richtlinie Ihres Unternehmens
Immer mehr Unternehmen erstellen eigene Richtlinien zur Nutzung von KI – aber längst nicht alle.
Tipp: Informieren Sie sich, ob es in Ihrem Unternehmen bereits eine KI-Policy gibt. Diese sollte idealerweise Folgendes beinhalten:
- Zulässige Tools (und verbotene)
- Anwendungsbereiche (z. B. nicht für sensible Daten)
- Verhaltensregeln und Konsequenzen bei Missbrauch
Wenn Ihr Arbeitgeber keine spezifische KI-Richtlinie hat, greifen allgemeine Firmenrichtlinien – etwa zum Datenschutz, zur Vertraulichkeit oder zur IT-Nutzung.
3. Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand
Wenn keine klaren Vorgaben existieren, gilt: Keine vertraulichen Informationen oder personenbezogenen Daten in öffentliche KI-Systeme eingeben. Viele KI-Tools speichern Eingaben oder nutzen diese sogar zum Training ihrer Modelle.
Schützen Sie Daten:
Deaktivieren Sie Trainingsfunktionen und prüfen Sie, ob Ihre Eingaben gespeichert werden.
Bedenken Sie: Öffentliche KI-Systeme sind wie ein Parkplatz in der Innenstadt – jeder kann theoretisch Zugriff haben. Besser wäre eine firmeneigene Lösung oder ein internes Tool.
Bremers Fazit: KI verändert Ihre Werkzeuge – aber nicht Ihre Verantwortung
KI kann Ihre Arbeit schneller und effizienter machen – aber sie ersetzt weder Ihr Fachwissen noch Ihre berufsethische Verantwortung. Handeln Sie immer so, wie Sie es auch ohne KI tun würden: gewissenhaft, datenschutzkonform und verantwortungsvoll.
Denn auch bei KI gilt: Wer sie nutzt, haftet für die Ergebnisse
Kommentar hinterlassen