Der Fortbestand der KTM AG scheint gesichert: Die Gläubiger haben am Dienstagvormittag am Landesgericht Ried im Innkreis mehrheitlich für den Sanierungsplan des Motorradherstellers gestimmt. Geplant ist eine Barquote von 30 Prozent, die bis zum 23. Mai 2025 ausgezahlt werden soll.
Die endgültige Bestätigung des Plans hängt davon ab, dass die bis zum 23. Mai anfallenden Fortführungskosten in Höhe von rund 150 Millionen Euro hinterlegt oder abgesichert werden. Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) wurde eine erste Tranche dieser Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro bereits auf einem Treuhandkonto des Sanierungsverwalters hinterlegt.
Die Wiederaufnahme der Produktion ist für Mitte März 2025 vorgesehen. Laut einer Stellungnahme der Konzernmutter Pierer Mobility soll die Vollauslastung der vier Produktionslinien im Einschichtbetrieb innerhalb von drei Monaten erreicht werden.
Kreditschützer sehen den Investoreneinstieg und die Fortführung des Unternehmens als wirtschaftlich sinnvoll an. Laut KSV1870 würde eine Schließung und Zerschlagung des Unternehmens eine niedrigere Verteilungsquote von unter 15 Prozent für die Gläubiger bedeuten. Auch die Creditreform äußerte sich positiv, obwohl die Namen der Investoren bislang nicht bekannt gegeben wurden.
Die Börse zeigte sich optimistisch: Der Aktienkurs von Pierer Mobility, der Konzernmutter von KTM, hat sich seit Bekanntwerden der Insolvenz Ende November 2024 verdoppelt.
Mit der Annahme des Sanierungsplans und der geplanten Wiederaufnahme der Produktion ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Unternehmens gelungen.
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