Startseite Allgemeines kritisch-faire Bilanzanalyse zur Finatem Fonds II Parallel-Beteiligungs GmbH & Co. KG i.L., Stand: Jahresabschluss 2023, aus Sicht potenzieller und bestehender Anleger:
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kritisch-faire Bilanzanalyse zur Finatem Fonds II Parallel-Beteiligungs GmbH & Co. KG i.L., Stand: Jahresabschluss 2023, aus Sicht potenzieller und bestehender Anleger:

Pexels (CC0), Pixabay
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 Bilanzanalyse: Finatem Fonds II Parallel-Beteiligungs GmbH & Co. KG i.L.

đź§­ Ăśberblick

Die Gesellschaft befindet sich seit Juni 2024 in Liquidation („i.L.“ = in Liquidation). Der Jahresabschluss 2023 wurde dementsprechend nicht mehr unter der Going-Concern-Prämisse erstellt. Für Anleger bedeutet das: Die Vermögenswerte werden zur Abwicklung genutzt – eine aktive Investitions- oder Geschäftstätigkeit findet nicht mehr statt.


📌 Wesentliche Kennzahlen

Kennzahl 2023 2022 Veränderung
Bilanzsumme 3,21 Mio. € 3,28 Mio. € –2 %
Forderungen ggü. Gesellschaftern 2,46 Mio. € 2,52 Mio. € leicht rückläufig
Nicht eingeforderte Einlagen 4,57 Mio. € 4,57 Mio. € konstant
Nicht gedeckter Verlustanteil 0,56 Mio. € 0,56 Mio. € konstant
Rückstellungen 74 Tsd. € 120 Tsd. € –38 %
Verbindlichkeiten 17 Tsd. € 38 Tsd. € –55 %

âś… Positive Aspekte

  1. Klare Abwicklungsperspektive: Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation, was für Transparenz sorgt. Ziel ist die geordnete Rückführung von Vermögen.
  2. Solide Forderungsstruktur: Ein Großteil des Vermögens besteht aus Forderungen gegenüber verbundenen Gesellschaften. Es ist zumindest nachvollziehbar, wohin das Kapital geflossen ist.
  3. RĂĽckstellungen fĂĽr Abwicklung gebildet: Die Gesellschaft hat angemessene RĂĽckstellungen fĂĽr Steuer- und Abschlusskosten sowie Liquidationsaufwand gebildet.

⚠️ Kritische Punkte aus Anlegersicht

  1. Keine operative Tätigkeit mehr: Für Anleger, die auf Rendite hoffen, ist das Investment „tot“. Es besteht lediglich Hoffnung auf Rückfluss aus der Liquidation.
  2. Wesentliche Vermögenswerte bestehen aus Forderungen: 2,46 Mio. € an Forderungen gegenüber Gesellschaftern stellen ein erhebliches Klumpenrisiko dar – Ausfallrisiko inklusive.
  3. Nicht eingeforderte Einlagen (4,57 Mio. €): Ein erheblicher Teil des gezeichneten Kapitals wurde nie eingebracht. Ob dies im Rahmen der Liquidation realisiert wird, ist offen.
  4. Negativer Beteiligungswert: Der nicht durch Einlagen gedeckte Verlustanteil in Höhe von ca. 565.000 € schmälert die werthaltige Substanz aus Sicht der Kommanditistin Prosa Beteiligungs GmbH & Co. KG.
  5. Keine Angaben zu etwaigen Liquidationserlösen: Es gibt keine konkreten Informationen über den Rückfluss an Anleger oder Verwertungserlöse.

📉 Fazit

Aus Anlegerperspektive handelt es sich um ein abgewickeltes Beteiligungsvehikel mit begrenztem Werterhalt. Die Bilanzstruktur weist keine aktive Wertschöpfung mehr auf, sondern verwaltet Restforderungen innerhalb des Fondsverbunds.

Für bestehende Anleger: Rückflüsse sind möglich, aber ungewiss und zeitlich nicht einschätzbar. Die Anlage ist mit Geduld und möglichen Verlusten verbunden.

Für neue Anleger: Ein Einstieg ist de facto ausgeschlossen. Das Konstrukt ist in Liquidation – keine laufenden Aktivitäten, keine Neuanlagen, keine Ausschüttungen.


đź§­ Empfehlung

  • Nur relevant fĂĽr Altanleger.
  • Wer hier investiert war, sollte auf Informationen zu den Forderungseintreibungen und zur weiteren Liquidationsstrategie der Finatem-Gruppe achten.
  • Ein RĂĽckfluss ist denkbar, aber nicht garantiert – insbesondere bei verbundenen Forderungen innerhalb einer Fondsstruktur mit mehreren in Liquidation befindlichen Einheiten.

Wenn du möchtest, kann ich daraus auch eine verständliche Anlegerwarnung oder eine Blogversion erstellen.

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