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Kritiken zum Film „Melania“ veröffentlicht – das sagen die Experten

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Der neue Dokumentarfilm Melania über die ehemalige First Lady der USA ist am Freitag, dem 30. Januar, landesweit in den Kinos angelaufen – begleitet von einem enttäuschenden Start auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes: Nur 8 % der ersten Kritikerwertungen fielen positiv aus. Damit schneidet der Film deutlich schlechter ab als die Zustimmungswerte ihres Ehemanns, Donald Trump.

Die Premiere fand am Donnerstagabend im neu benannten Trump Kennedy Center statt. Zahlreiche prominente Gäste waren anwesend, darunter Talkmaster Dr. Phil McGraw, Rap-Star Nicki Minaj und der frühere Bürgermeister von New York, Eric Adams.

Regie führte Brett Ratner, für den dies das erste größere Filmprojekt seit Hercules (2014) ist. Der Regisseur war nach Vorwürfen sexueller Belästigung jahrelang nicht im Kino aktiv gewesen – er weist die Anschuldigungen weiterhin zurück, und es wurden keine strafrechtlichen Schritte gegen ihn eingeleitet.

Der knapp zweistündige Film konzentriert sich auf die 20 Tage vor Melania Trumps Rückkehr ins Weiße Haus zur Amtseinführung ihres Ehemanns. Im Zentrum stehen Einblicke in ihr persönliches und privates Leben. Es handelt sich um das erste Projekt der von Melania gegründeten Produktionsfirma Muse Films.

Was sagt die Kritik?

Die ersten Rezensionen fallen überwiegend negativ aus. Die meisten Kritiker vergeben lediglich zwischen einem und anderthalb Sternen (von vier oder fünf möglichen).

Brian Truitt, Filmkritiker von USA TODAY, bewertet Melania mit ★½ von vier Sternen. Er kritisiert vor allem, dass der Film als Dokumentation nicht funktioniert. Regisseur Ratner gelinge es nicht, ein wirklich aufschlussreiches oder spannendes Porträt der First Lady zu zeichnen. Stattdessen wirke der Film wie eine extrem wohlwollende, aber informationsarme Hommage.

Zwar gebe es vereinzelte Versuche, Melanias Persönlichkeit zu zeigen – etwa wenn sie Billie Jean von Michael Jackson singt –, doch seien solche Momente selten, so Truitt.

„Da sie nie direkt in die Kamera spricht, leidet Melania unter einer eklatanten Distanz zum Zuschauer“, schreibt Truitt. „Sie spricht etwa von ihrer Hochachtung gegenüber dem Militär, doch der Film zeigt keinerlei Begegnungen mit Soldaten – eine seltsame Entscheidung für eine Dokumentation, vielleicht aber auch Absicht.“

Weitere Stimmen aus der Presse

Auch Variety findet deutliche Worte: Der Film „kommt nie wirklich zum Leben“ und sei so stark inszeniert, überinszeniert und beschönigt, dass er kaum über das Niveau eines schamlosen Werbespots hinauskomme.

Der Hollywood Reporter bezeichnet den Film als so übertrieben ehrerbietig, dass man sich beinahe unpatriotisch fühle, wenn man ihn nicht ebenfalls bejubelt.

Kevin Fallon von The Daily Review schreibt: „Melania ist so seichte Propaganda, dass sie sich einer ernsthaften Kritik beinahe entzieht – erwartbar, belanglos und letztlich überflüssig.“

Melanie McDonagh vom London Evening Standard äußert sich differenzierter. Sie vergibt drei von fünf Sternen und erinnert daran, dass Melania selbst die Inhalte des Films maßgeblich mitgestaltet hat.

„Was wir sehen, ist das, was sie uns zeigen will“, schreibt McDonagh. „Nimmt man den Film als das, was er ist – Melanias eigene, sorgfältig kuratierte Selbstdarstellung – so will sie vor allem eines vermitteln: Dass hinter der Fassade aus Wangenknochen und katzenhaften Augen menschliche Wärme steckt.“

Das Fazit des Atlantic fällt erneut ernüchternd aus: Der Film sei schlicht langweilig. „Ratner scheint verzweifelt auf der Suche nach Handlung – aber da ist keine. Das Tempo ist lähmend“, heißt es dort.

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