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Kriegsfolgen für Neon

18796645 (CC0), Pixabay
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Die Halbleiterkrise könnte sich wieder verschärfen: Zwei ukrainische Firmen haben die Produktion des für die Herstellung von Chips wichtigen Neons nach dem russischen Angriff auf ihr Land eingestellt.

Zwischen 45 und 54 Prozent der weltweiten Produktion des Gases, das bei der Herstellung der Halbleiter benötigt wird, stammen nach Berechnungen von Experten auf Basis von Daten des Forschungsunternehmens Techcet von den ukrainischen Firmen Ingas und Cryoin.

Die beiden Unternehmen haben Sprechern zufolge ihre Tätigkeit nach Beginn der russischen Offensive beendet. Ingas hat seinen Sitz in der besonders umkämpften Stadt Mariupol.

Dabei gab es im Zuge der Pandemie bereits Probleme bei der Versorgung der Unternehmen mit Chips. Schätzungen über die Neonvorräte der Halbleiterproduzenten variieren, doch könne ein längeres Andauern des Ukraine-Konflikts die Situation verschärfen, sagte Angelo Zino vom Analyseunternehmen CFRA.

Neon wird auch in China produziert – aber dort steigen bereits die Preise. Die Errichtung neuer Produktionsstätten könnte zudem lange dauern. Zahlreiche Autohersteller hatten bereits eine Knappheit an Halbleitern beklagt.

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