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Krieg im Nahen Osten weitet sich aus – Explosionen in mehreren Ländern

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert weiter. In mehreren Staaten der Region wurden Explosionen gemeldet, während sich die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel, dem Iran und der Hisbollah ausweiten. Die Lage bleibt unübersichtlich, die Zahl der Opfer steigt, und die wirtschaftlichen Auswirkungen sind bereits weltweit spürbar.

Drei US-Kampfjets versehentlich abgeschossen

Nach Angaben des US-Militärs wurden drei amerikanische Kampfjets in Kuwait durch die dortige Luftabwehr versehentlich abgeschossen. Es handelt sich offenbar um einen sogenannten „Friendly-Fire“-Zwischenfall. Alle Besatzungsmitglieder konnten geborgen werden und befinden sich in stabilem Zustand.

US-Präsident Donald Trump räumte ein, dass es im weiteren Verlauf der Operation möglicherweise zusätzliche amerikanische Verluste geben könne. Bereits zuvor waren vier US-Soldaten in Kuwait getötet worden.

Iran lehnt Verhandlungen ab – Gefechte in Libanon

Ein ranghoher iranischer Vertreter erklärte, Teheran werde „nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln“. Gleichzeitig liefern sich Israel und die Hisbollah im Libanon weiterhin heftige Gefechte.

Explosionen wurden zudem aus mehreren Golfstaaten gemeldet, darunter aus Dubai, Abu Dhabi und Doha. Die genauen Hintergründe sind bislang unklar.

Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds sind seit Beginn der US-israelischen Angriffe mindestens 555 Menschen im Iran ums Leben gekommen.

Angriff auf Schule im Süden Irans

Besonders erschütternd sind Berichte über einen Angriff auf eine Mädchenschule in der südiranischen Stadt Minab. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurden mindestens 168 Kinder getötet. Zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler seien verletzt worden.

Ein Arzt des Hazrat-Abolfazl-Krankenhauses berichtete, nach dem Einschlag seien zahlreiche Kinder mit schweren Verbrennungen und Knochenbrüchen eingeliefert worden. Viele Opfer seien unter den Trümmern verschüttet worden. Israel erklärte, man prüfe die Berichte über den Vorfall.

Schiffe und Infrastruktur betroffen

Auch die zivile Schifffahrt ist zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Im Hafen von Bahrain wurde ein Handelsschiff von zwei unbekannten Projektilen getroffen, wodurch an Bord ein Feuer ausbrach. Die Besatzung konnte evakuiert werden, Verletzte wurden nicht gemeldet. Bereits zuvor war ein weiteres Schiff nahe der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen worden.

Die britische Seefahrtsüberwachungsbehörde rief Schiffe im Persischen Golf zu äußerster Vorsicht auf.

Ein CNN-Team berichtete zudem, an der Grenze zwischen Iran und Irak eine iranische Drohne beobachtet zu haben, die in Richtung Irak flog.

Energieversorgung und Luftverkehr gestört

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zeigen sich zunehmend deutlich. Das staatliche Energieunternehmen Katars hat nach einem iranischen Angriff auf eine Anlage die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) eingestellt. Katar ist für rund 20 Prozent der weltweiten LNG-Exporte verantwortlich.

Zudem wurde der Luftraum in weiten Teilen des Nahen Ostens gesperrt, was zu massiven Störungen im internationalen Flugverkehr führt.

Auch die digitale Infrastruktur ist betroffen: Amazon Web Services (AWS) meldete erhebliche Ausfälle, nachdem ein Rechenzentrum in Dubai durch „Objekte“ beschädigt worden sei. Es kam zu Funkenbildung und einem Brand. Die vollständige Wiederherstellung könne noch viele Stunden dauern. Zusätzlich wurden Verbindungsprobleme in einem Rechenzentrum in Bahrain gemeldet.

Seltene Pressekonferenz im Pentagon

Vor dem Hintergrund der eskalierenden Lage informieren US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, heute in einer Pressekonferenz im Pentagon über den Stand der Operation mit dem Namen „Operation Epic Fury“.

Es ist die erste formelle Pressekonferenz im Pentagon seit mehreren Monaten. Beobachter weisen darauf hin, dass die Zahl offizieller Presseauftritte der aktuellen Regierung deutlich unter dem Niveau früherer US-Administrationen liegt.

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