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Kreuzfahrtschiff reißt sich bei starkem Wind los – Passagier stürzt in Sizilien ins Wasser

Kanenori (CC0), Pixabay
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Bei einem Zwischenfall im sizilianischen Hafen von Catania ist am 30. Mai ein Passagier der Norwegian Epic ins Wasser gefallen. Ursache war starker Wind, der das Kreuzfahrtschiff von der Pier abriss, während Gäste das Schiff verließen. Der betroffene Passagier erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Wie ein Sprecher von Norwegian Cruise Line (NCL) mitteilte, befand sich der Passagier auf dem Gangway, als sich das Schiff infolge heftiger Windböen vom Anleger trennte.

„Crewmitglieder konnten den Passagier sofort aus dem Wasser retten und medizinisch versorgen“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber USA TODAY. Die betroffene Person wurde anschließend zur Sicherheit in ein Krankenhaus gebracht, habe aber nur leichte Verletzungen erlitten.

Windböen mit bis zu 72 km/h

Laut Meteorologe Tyler Roys vom Wetterdienst AccuWeather erreichten die Windböen am Nachmittag bis zu 45 Meilen pro Stunde (ca. 72 km/h). Solche Bedingungen seien im Frühsommer zwar ungewöhnlich, aber eher typisch für die Wintermonate.

Aus Sicherheitsgründen wurde das Ein- und Aussteigen der Passagiere vorübergehend gestoppt, bis sich das Wetter besserte und das Schiff sicher zurück an die Pier manövriert werden konnte.

„Während dieser Unterbrechung kümmerte sich unsere Crew aktiv um die Gäste an Bord“, so die Reederei. „Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung hat für uns stets höchste Priorität.“

Vorfall auf zehntägiger Mittelmeer-Kreuzfahrt

Die Norwegian Epic war am 24. Mai vom Hafen Civitavecchia bei Rom zu einer zehntägigen Kreuzfahrt gestartet. Die Route umfasst Stopps in Italien, Griechenland, Malta und Frankreich.

Ähnliche Vorfälle nehmen zu

Solche Zwischenfälle sind in der Kreuzfahrtbranche nicht unbekannt. Im Februar 2024 kollidierte das Schiff Carnival Magic der Carnival Cruise Line bei starkem Wind mit einer Pier in Jamaika. Nur wenige Wochen zuvor hatten sich auch die MSC Sinfonia sowie die Norwegian Prima bei ähnlichen Wetterbedingungen von ihren Anlegeplätzen gelöst.


Fazit:
Der Vorfall mit der Norwegian Epic verdeutlicht die Herausforderungen, denen Kreuzfahrtschiffe bei zunehmend unvorhersehbarem Wetter begegnen. Reedereien betonen, dass Sicherheitsprotokolle greifen – dennoch zeigen die jüngsten Ereignisse, wie rasch selbst unter Routinebedingungen Gefahr für Passagiere entstehen kann.

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