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Kreta-Käse auf Beton: Griechische „Bauern“ ernten Millionen – ganz ohne Feld

Palmeris (CC0), Pixabay
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Griechische Agraridylle mal anders: Wo andere Menschen kahle Felsen, unzugängliche Berghänge oder fremde Staatsgebiete sehen, sahen griechische „Bauern“ offenbar prallgrüne EU-Fördertöpfe – und griffen beherzt hinein.

Laut dem griechischen Ministerium für „Hoppla, das hätten wir merken können“ wurden seit 2019 rund 22,7 Millionen Euro an Subventionen erschlichen. Und das ganz ohne Mistgabel, Traktor oder – Achtung, Plot Twist – echtes Ackerland.

Die Betrugsmasche war so kreativ, dass man fast sagen möchte: „Förderpreis für künstlerisches Konzeptlandwirtschaft“. Unter den erfundenen Agrarflächen finden sich laut Ermittlungen:

  • Steinwüsten mit Ziegenzugangsverbot

  • Waldstücke mit Bären, aber ohne Bauern

  • Und als besonderes Highlight: Flächen im Nachbarland Nordmazedonien – wo man ja bekanntlich besonders gut Olivenbäume auf fremdem Staatsgebiet pflanzen kann (virtuell, versteht sich).

Besonders emsig war man auf Kreta, wo offenbar nicht nur Sonne, Wein und Touristen gedeihen, sondern auch die Fantasie der Fördergeldjäger: 850 von 1.036 Betrugsfällen wurden auf der Insel entdeckt. Über 17 Millionen Euro gingen dorthin – vermutlich direkt aufs Konto von „landwirtschaftlichen Dienstleistern“ mit dem Spezialgebiet „Papiere falten und Anträge dichten“.

Minister Michalis Chrysochoidis zeigte sich empört – was wahlweise an den Betrügern oder an der Tatsache liegt, dass OLAF die griechischen Behörden aufwecken musste: „Diese Mittel sind für echte Bauern gedacht – mit Tieren, Traktoren und nicht nur einem Drucker!“ so der Minister.

Zu den Methoden gehörten unter anderem:

  • Flächen von bereits Verstorbenen, die offenbar posthum noch sehr engagiert Land bewirtschafteten.

  • Erfundene Pachtverträge mit Grundstücken, die in Wirklichkeit in der Bauzone oder im Nirgendwo liegen.

  • Falsche Tierbestände, darunter Ziegen mit Doppelleben und Hühner, die nie das Licht der Welt erblickt haben.

Die zentrale Förderbehörde OPEKEPE, die mit der Überwachung der Zahlungen betraut war, ist laut ersten Ermittlungen „überrascht, dass tatsächlich jemand hinschaut“. Mehrere Büros wurden durchsucht, hunderte Steuerakten beschlagnahmt und gleich fünf ranghohe Beamte traten zurück – vermutlich, um mehr Zeit auf ihren eigenen imaginären Feldern zu verbringen.

Aber keine Sorge: Die griechische Regierung gelobt Besserung – diesmal wirklich. OPEKEPE wurde unter Aufsicht der Steuerbehörde gestellt, also jener Institution, die in den letzten zehn Jahren auch immer alles perfekt im Griff hatte. 🫡

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