Ein Bundesrichter in New York hält heute eine Anhörung ab, um zu klären, warum das US-Justizministerium die Korruptionsvorwürfe gegen Bürgermeister Eric Adams fallen lassen will. Die Entscheidung sorgt für Kontroversen – insbesondere wegen möglicher politischer Hintergründe.
Die Vorwürfe gegen Adams:
Laut Anklage soll Adams während seiner ersten Bürgermeisterkampagne illegale Wahlkampfspenden und kostenlose Reisen von türkischen Geschäftsleuten und Regierungsvertretern angenommen haben. Im Gegenzug habe er:
- Sicherheitsinspektionen für ein Konsulatsgebäude beschleunigt.
- Eine offizielle Stellungnahme zum Armenischen Völkermord-Gedenktag verhindert.
Adams weist die Vorwürfe entschieden zurück und nennt sie „spektakulär“.
Warum sollen die Anklagen fallen gelassen werden?
Emil Bove, stellvertretender Justizminister und früherer Anwalt von Donald Trump, erklärte, dass das Ministerium weder die Beweise noch die rechtlichen Grundlagen der Anklage geprüft habe. Dennoch hieß es, dass die Vorwürfe Adams daran gehindert hätten, sich voll auf illegale Einwanderung und Gewaltverbrechen zu konzentrieren.
Ein Deal mit Trump?
Adams steht zusätzlich unter Verdacht, Trumps verschärfte Einwanderungspolitik unterstützt zu haben, um die Vorwürfe gegen ihn loszuwerden. Seine Anwälte bestreiten jegliche Absprachen.
Druck auf Gouverneurin Hochul wächst
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul traf sich mit Stadtpolitikern, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Bürgerrechtler Al Sharpton erklärte, Hochul wolle das Urteil des Richters abwarten, bevor sie entscheidet, ob Adams aus dem Amt entfernt wird.
Fazit:
Der Fall um Eric Adams bleibt politisch brisant. Sollte das Gericht die Anklage fallen lassen, könnten weitere Ermittlungen oder politische Konsequenzen folgen.
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