Na wunderbar. Der Sommer ist vorbei, die Blätter fallen, die Laune auch – und pünktlich zur Kuschelsaison kommt sie wieder rein, unsere alte Bekannte: Corona. Diesmal in der Deluxe-Edition „Stratus“ – benannt nach einer Wolkenart, vermutlich weil sie sich genauso lautlos anschleicht, dann aber tagelang über einem hängt und alles vermiest.
Die Symptome? Heiserkeit und ein Hals, der sich anfühlt wie ein Schleifpapier-Buffet. Einige berichten sogar von „Rasierklingen im Hals“. Was lernen wir daraus? Corona hat sich nicht nur weiterentwickelt, sondern jetzt offenbar auch eine Ausbildung in Folterdesign absolviert. Nächster Schritt: Thermomix fürs Immunsystem?
Aber keine Sorge, sagt die WHO, „die öffentliche Gesundheitsgefährdung ist gering.“ Klar – solange man nicht versucht zu sprechen, zu schlucken oder das Haus zu verlassen. Und selbst wenn: Wer heutzutage bei einem positiven Test nicht einfach hustend im Pyjama sitzt und Netflix durchbingt, macht sowieso was falsch.
Interessant auch: Der Name. Nachdem uns Eris, Kraken und Orthrus schon wie Figuren aus „Game of Thrones – Laborausgabe“ vorkamen, geht man nun in die Meteorologie. „Stratus“ klingt nach sanftem Morgennebel – ist in Wirklichkeit aber eher wie Nebel im Kopf und ein Presslufthammer im Hals.
Und die gute Nachricht? Die Impfstoffe wirken offenbar noch. Vorausgesetzt, man ist über 60, arbeitet im Gesundheitswesen oder gehört zur Elite der Impfplanverfolger, die sich erinnern, wann ihre letzte Dosis war. Für alle anderen: Tee, Ruhe, keine Panik – und vielleicht mal den Schnelltest im Kühlschrank suchen. Nein, der andere Kühlschrank. Der mit dem Käse drin.
Und wenn wir schon beim Käse sind: Was lernen wir aus all dem? Dass Viren kreativ bleiben – wir aber wenigstens unseren Humor behalten können. Also: Taschentücher raus, Stimme ölen und durch den Herbst schniefen wie eh und je. Es ist ja schließlich nur Stratus. Klingt wie ein Wetterbericht – fühlt sich an wie ein Kehlenmassaker.
Bleibt gesund – oder wenigstens gut gelaunt.
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