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Klimawandel

IO-Images (CC0), Pixabay
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Der Rio Negro, der zweitgrößte Nebenfluss des Amazonas in Brasilien, hat aufgrund einer extremen Dürre den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Messungen vor 122 Jahren erreicht.

In der Provinzhauptstadt Manaus, im Bundesstaat Amazonas, fiel der Pegel des Rio Negro auf 12,66 Meter, wie der Geologische Dienst Brasiliens (SGB) mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1902.

Bilder zeigen, dass Teile des Flusses am Hafen von Manaus aufgrund der anhaltenden Dürre ausgetrocknet sind. Nach den Prognosen des SGB könnte der Pegelstand in den kommenden Tagen sogar weiter sinken.

Die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung sind gravierend, insbesondere für die Menschen, die an den Ufern des Flusses leben. Viele von ihnen sind auf Boote als Hauptverkehrsmittel angewiesen. Doch durch den niedrigen Wasserstand laufen immer mehr Boote auf Grund, was die Versorgung der Flussgemeinden mit wichtigen Gütern wie Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten erheblich erschwert. „Wenn mein Boot hier auf dem Trockenen liegt, verdiene ich kein Geld“, berichtete der Bootsführer Raimundo Filho dem Nachrichtenportal G1.

Mehr als ein Drittel des brasilianischen Staatsgebiets, einschließlich des Amazonasbeckens, ist von der extremen Dürre betroffen, so das Nationale Zentrum für die Überwachung von Naturkatastrophen (CEMADEN). Laut Experten handelt es sich um die schwerste Dürre seit Beginn der systematischen Messungen im Jahr 1950. Sie wird in Verbindung gebracht mit dem Wetterphänomen El Niño sowie den langfristigen Auswirkungen des Klimawandels.

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