Die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saul Luciano Lliuya gegen den Energiekonzern RWE ist vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm gescheitert. Das Gericht wies die Klage endgültig ab und ließ keine Revision zu.
Lliuya hatte RWE dafür verantwortlich gemacht, durch CO₂-Emissionen zur Gletscherschmelze in den Anden beizutragen. Er forderte, dass sich der Konzern finanziell an Schutzmaßnahmen für sein Haus in der Nähe von Huaraz beteiligt. Bereits 2016 war seine Klage vor dem Landgericht Essen, dem Sitz von RWE, abgewiesen worden.
RWE wies alle Vorwürfe zurück und bestritt eine rechtliche Mitverantwortung. Die Umweltorganisation Germanwatch, die Lliuya in dem Verfahren unterstützte, bewertete jedoch bereits die damalige Entscheidung des OLG, eine Beweisaufnahme zuzulassen, als wichtigen Etappenerfolg im Kampf für Klimagerechtigkeit.
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