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„Kein Platz am Festtagstisch: Viktor Orbans überraschend ungeplante Abwesenheit“

tiburi (CC0), Pixabay
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Es gibt Nachrichten, die überraschen – und dann gibt es solche, bei denen man sich fragt, ob wirklich niemand die Ironie bemerkt hat. Ungarns Premierminister Viktor Orban, seines Zeichens glühender Trump-Fanboy und gern gesehener Gast bei jedem populistischen Schulterschluss, wird nicht bei Donald Trumps Amtseinführung am 20. Januar dabei sein.

Laut Zoltan Kovacs, dem ungarischen Staatssekretär für „Internationale Kommunikation“ (also der Typ, der schlechte Nachrichten kreativ verpackt), hat der Trump-Stab traditionell keine Staats- und Regierungsspitzen eingeladen. Traditionell? Wer hätte gedacht, dass „Einladungsliste kürzen“ plötzlich eine altehrwürdige Praxis sein könnte!

Orban bleibt zu Hause – aber warum?

Natürlich sorgt Orbans Abwesenheit in Ungarn für Stirnrunzeln. Schließlich sind die beiden Politiker doch wie Zwillinge getrennt bei der Geburt: eine Vorliebe für kontroverse Äußerungen, der Traum von einer Mauer (nur mit anderer Zielrichtung), und nicht zu vergessen, ihre unverblümte Liebe zu „starken Männern“ (sich selbst eingeschlossen).

Interessanterweise wurden aber andere Staatschefs eingeladen, darunter Italiens Premierministerin Giorgia Meloni. Ja, die Meloni, die sich erfolgreich als Mini-Orban in der EU positioniert hat. Vielleicht wollte Trump ja lieber das neuere Modell testen?

Persönlich eingeladen, nicht offiziell – klingt schick, oder?

Kovacs betonte, dass nur Personen teilnehmen, die „persönlich“ eingeladen wurden. Was für eine elegante Möglichkeit, jemanden nicht einzuladen, ohne zu sagen: „Du bist einfach nicht auf der Liste.“ Aber keine Sorge, Viktor, das ist keine Ausladung – das ist Diplomatie auf Twitter-Niveau.

Fazit: Ein Affront oder einfach Pech?

Was bleibt, ist ein wenig Mitleid für Orban. Die Amtseinführung seines politischen Idols findet statt, und er muss das Spektakel von der Couch aus verfolgen. Vielleicht tröstet ihn der Gedanke, dass er sich jetzt wenigstens den Flug und die lästigen Small-Talk-Runden mit anderen Staatschefs erspart. Und wer weiß, vielleicht kommt ja die Einladung – direkt nach der nächsten Runde Golf.

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