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Katastrophale Überschwemmungen auf Hawaii: Hunderte gerettet, Lage bleibt angespannt

bohemianbikini (CC0), Pixabay
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Schwere Sturzfluten haben die Hawaii-Insel Oʻahu getroffen und zu großangelegten Rettungseinsätzen sowie Evakuierungen geführt. Hunderte Menschen mussten aus überfluteten Gebieten gerettet werden, nachdem sintflutartige Regenfälle Straßen, Häuser und ganze Ortschaften unter Wasser gesetzt hatten.

Nach Angaben von Gouverneur Josh Green handelt es sich um die schwersten Überschwemmungen seit rund 20 Jahren. Insgesamt wurden mindestens 236 Menschen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet, einige direkt von Hausdächern. Mehrere Betroffene mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Besonders kritisch war die Lage rund um den Wahiawa-Damm im Norden der Insel. Zeitweise bestand die Gefahr eines Dammbruchs, weshalb Tausende Bewohner in den Orten Waialua und Haleiwa zur sofortigen Evakuierung aufgefordert wurden. Inzwischen ist der Wasserstand zwar leicht gesunken, doch die Behörden überwachen die Situation weiterhin genau.

Die Fluten haben massive Schäden angerichtet: Häuser wurden zerstört, wichtige Infrastruktur wie Straßen, Krankenhäuser und Flughäfen beschädigt. Ganze Regionen waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Der wirtschaftliche Schaden könnte ersten Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde US-Dollar betragen.

Auslöser der Katastrophe ist ein sogenannter „Kona-Sturm“, der innerhalb von 24 Stunden Regenmengen von bis zu drei Monatsniederschlägen brachte. Da der Boden bereits durch vorherige Unwetter völlig gesättigt war, konnten die Wassermassen kaum aufgenommen werden.

Aktuelle Lage:
Auch Anfang der Woche bleibt die Situation angespannt. Weitere Regenfälle sind möglich, und Einsatzkräfte stehen weiterhin im Dauereinsatz. Auf der Nachbarinsel Maui wurden ebenfalls Evakuierungswarnungen ausgesprochen, da Rückhaltebecken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Die Nationalgarde sowie Küstenwache und Feuerwehr unterstützen die Rettungsmaßnahmen. Behörden warnen die Bevölkerung eindringlich davor, überflutete Straßen zu betreten oder zu befahren.

Trotz des Ausmaßes der Katastrophe gibt es bislang keine Berichte über Todesopfer – ein Umstand, den die Behörden vor allem dem schnellen Einsatz der Rettungskräfte zuschreiben.

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