Das Oberste Gericht Kanadas hat die geplante Keulung von fast 400 Straußen auf einer Farm in der Provinz British Columbia vorerst gestoppt. Grund für den drastischen Schritt der Behörden war ein Ausbruch der Vogelgrippe, der auf dem Gelände festgestellt wurde.
Gericht entscheidet gegen sofortige Keulung
Die kanadische Lebensmittelaufsicht (CFIA) hatte im Dezember die Tötung der Tiere angeordnet, um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche zu verhindern. Die Eigentümer der Universal Ostrich Farms wehrten sich jedoch gegen die Entscheidung und legten Rechtsmittel ein.
Am Mittwoch entschied das Oberste Gericht, dass die Vögel vorerst verschont bleiben, bis die laufenden Rechtsstreitigkeiten geklärt sind. Damit ist die Keulung zumindest temporär ausgesetzt.
Festnahmen nach Widerstand
Einen Tag vor der Entscheidung waren die Farmbesitzer von der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) kurzzeitig festgenommen worden. Laut Polizeibericht hatten sie versucht, Inspektoren der Lebensmittelaufsicht daran zu hindern, die Farm zu durchsuchen. Die Beamten handelten auf Grundlage eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses.
Internationale Aufmerksamkeit
Der Fall hat inzwischen weit über Kanada hinaus Schlagzeilen gemacht. Selbst hochrangige Vertreter aus dem Weißen Haus sollen sich mit dem Thema befasst haben. Hintergrund ist die schwierige Abwägung zwischen Tierschutz, wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.
Nächste Schritte unklar
Wie es mit den fast 400 Straußen weitergeht, ist nun von den juristischen Auseinandersetzungen abhängig. Sollte die CFIA sich mit ihrem Keulungsbefehl durchsetzen, könnten die Tiere trotz der aktuellen Verschonung doch noch getötet werden. Bis dahin bleibt die Farm unter strenger Beobachtung der Behörden.
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