Berlin, Samstag, 7:00 Uhr morgens: Der Kaffee bleibt kalt, das WLAN tot, Alexa schweigt – Berlin hat Stromausfall. Während 50.000 Haushalte auf Kerzenschein und Dosensuppe umstellen, zieht sich einer die Tennissocken hoch: Kai Wegner, Regierender Bürgermeister und frisch gekürter „Matchwinner im Krisen-Doppel“.
Ja, richtig gelesen: Während halb Berlin im Dunkeln tappte, spielte Kai eine Runde Tennis an der Stadtgrenze. Die Senatskanzlei bestätigte: 13 bis 14 Uhr, Satz und Sieg, aber immer erreichbar!
Und da fragen wir uns: Wäre der Aufschrei auch so groß gewesen, wenn Herr Wegner statt Tennis einfach nur eine Runde beim Sackhüpfen eingelegt hätte?
Oder mit dem Bürgermeister von Spandau Federball gespielt hätte – mit Stirnband, aber vollem Einsatz fürs Volk?
Kritiker (also alle mit Taschenlampe und kaltem Kaffee) werfen ihm vor, er habe die Krise nicht ernst genug genommen. Wegner kontert: Er sei die ganze Zeit telefonisch im Krisenmodus gewesen – „zu Hause im Büro eingeschlossen“, wie er selbst sagte. Das klingt wahlweise nach Heldentat oder Homeoffice auf Level 9000.
Aber machen wir uns nichts vor:
Wäre er vor Ort gewesen, hätte man gefragt: „Hat der nix Besseres zu tun?“
Wäre er im Kanzleramt gewesen, hätte es geheißen: „Der lässt Berlin allein!“
War er beim Tennis, ruft man: „Skandal!“
Manchmal kann ein Bürgermeister eben nur verlieren – es sei denn, er gewinnt auf Sandplatz.
Fazit: Ja, man kann fragen, ob ein Tennismatch das richtige Signal mitten im Blackout ist.
Aber werfen wir auch einen Blick auf die Symbolik:
Ein Mann in Bewegung, trotz Dunkelheit. Ein Rückhand-Return gegen den Kontrollverlust.
Und mal ehrlich:
Hätte er stattdessen im Bällebad gesessen oder Boule gespielt – wer weiß, vielleicht hätte Berlin dann schon wieder Strom.
#GameSetKrise #SchlägerstattSchalter #BlackoutBlamage
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