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Justizminister lobt Vermögensabschöpfung und innovative Ermittlungsansätze in Hessen

IO-Images (CC0), Pixabay
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„Im Jahr 2023 konnte die Staatsanwaltschaft Marburg Vermögenswerte in Höhe von 1,1 Millionen Euro sichern. Dieses Geld kommt größtenteils der Allgemeinheit zugute“, erklärte der hessische Justizminister. Er ergänzte: „Die hessischen Staatsanwaltschaften haben im Jahr 2023 insgesamt mehr als 18,1 Millionen Euro unrechtmäßig erlangter Gewinne durch strafrechtliche Maßnahmen abgeschöpft. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahres mehr als verdreifacht. Dies unterstreicht die herausragende Arbeit unserer Staatsanwaltschaften.“

Viele Straftaten, insbesondere im Bereich der organisierten Kriminalität und der Wirtschaftskriminalität, zielen darauf ab, illegale Vermögensvorteile zu erzielen. Die strafrechtliche Vermögensabschöpfung ist ein zentrales Instrument, um diese Gewinne einzuziehen und sicherzustellen, dass sich Straftaten nicht lohnen. „Die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass wir die Gewinne aus Verbrechen sicherstellen und diese der Allgemeinheit zugutekommen“, betonte der Justizminister.

Task Force Briefermittlungen als bundesweites Vorbild

Ein besonderes Projekt der Staatsanwaltschaft Marburg ist die seit Dezember 2021 bestehende „Task Force Briefermittlungen“. Diese bundesweit einzigartige Einheit bearbeitet Postsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet, die aufgrund eines unbekannten Absenders nicht zugestellt werden können. Die Post wird geöffnet, um die Identität der Absenderin, des Absenders oder der Empfängerin bzw. des Empfängers festzustellen. Falls sich Hinweise auf Straftaten ergeben – etwa Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder das Waffengesetz – werden die Sendungen an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

Hintergrund dieser Initiative ist die Zunahme des Handels mit illegalen Gütern im Darknet, wodurch immer mehr Postsendungen mit Betäubungsmitteln und anderen illegalen Stoffen verschickt werden. „Zwischen 2021 und 2023 wurden bereits rund 20.000 Verfahren eingeleitet und an die zuständigen Staatsanwaltschaften übergeben“, erklärte der Justizminister. „Die hohe Anzahl der Verfahren zeigt deutlich, wie wichtig und erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Justiz und Polizei in Marburg ist.“

Anstieg der Ermittlungsverfahren in Marburg

Die Staatsanwaltschaft Marburg verzeichnet seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg an Ermittlungsverfahren. 2023 bearbeitete die Behörde rund 23.000 Fälle gegen bekannte Täter – etwa 6.000 Verfahren mehr als 2018. Der Justizminister würdigte die engagierte Arbeit der derzeit 18,5 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, 5 Amtsanwältinnen und Amtsanwälte sowie der 46 weiteren Mitarbeitenden, die diesen hohen Arbeitsaufwand bewältigen. „Die Tendenz ist weiterhin steigend, und die Staatsanwaltschaft Marburg ist bestens aufgestellt, um auch in Zukunft eine effektive Strafverfolgung zu gewährleisten“, so der Minister abschließend.

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