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Die Mitarbeiter des DHL-Post-Konzerns sammelten sich in einer Großdemonstration vor dem Brandenburger Tor, um ihrem Unmut Luft zu machen. Anlass der Demonstration sind die beabsichtigten Gesetzesreformen, die maßgebliche Einschränkungen des sogenannten Universaldienstes vorsehen. Die Kritiker dieser Reform betrachten sie als problematisch, nicht zuletzt, weil der Universaldienst verpflichtet ist, deutschlandweit an jedem Werktag Sendungen zuzustellen.

Der Vorsitzende des Post-Gesamtbetriebsrats, Held, brachte seinen Unmut zum Ausdruck, indem er auf die prekäre Lage hinwies, die entsteht, wenn der Universaldienst nicht mehr ausreichend finanziert wird. Laut Held stehen mehr als zehntausend Arbeitsplätze auf dem Spiel, falls diese Reform durchgesetzt wird. Doch die Kritik beschränkt sich nicht nur auf die soziale Komponente des Arbeitsplatzverlustes. Gegner der Reform weisen darauf hin, dass eine solche Gesetzesänderung auch den Zugang der Bevölkerung zu essentiellen Dienstleistungen der Post einschränken könnte.

Verdi-Chef Werneke appellierte an die politischen Entscheidungsträger, eine Überarbeitung der Gesetzesnovelle in Erwägung zu ziehen. Er fordert eine Version des Gesetzes, die die Bedürfnisse und Rechte sowohl der Postbeschäftigten als auch der Allgemeinheit in Deutschland berücksichtigt. Der Protest und die Sorgen der Demonstranten sollten nicht leichtfertig abgetan werden, sondern vielmehr Anlass sein, die geplanten Gesetzesänderungen kritisch zu überprüfen und eventuell zu überdenken.

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