Jerome Powell ist nicht nur einer der einflussreichsten Männer der Weltwirtschaft – sondern auch Gitarrenfan, Fahrradfahrer und heimlicher Grateful-Dead-Anhänger. In einem Interview am 16. April gab sich der 72-Jährige überraschend persönlich. Hier sind fünf überraschende Fakten über den Chef der US-Zentralbank:
1. Powell ist ein echter Deadhead
Ja, wirklich: Jerome Powell ist Fan der legendären Rockband Grateful Dead. Er besuchte in jüngeren Jahren mehrere Konzerte und kennt nach eigenen Angaben „jede Note aus der klassischen Ära der Band“ – also Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre. Besonders liebt er das Album American Beauty (1970). Terrapin Station von 1977 hält er dagegen für schwächer.
2. Er spielt selbst Gitarre
Zum Entspannen greift Powell nach der Arbeit gerne zur Gitarre. In einem früheren Interview verriet er, dass er bereits in mehreren Rockbands gespielt hat. Pläne, eine „Fed-Band“ mit Kolleg*innen aus der Notenbank zu gründen, zerschlugen sich jedoch – leider.
3. Powell ist sportlich unterwegs
Früher fuhr Powell mit dem Fahrrad zur Arbeit – vom Wohnort Chevy Chase bis zum Hauptsitz der Federal Reserve in Washington. Acht Meilen – eine sportliche Strecke. Heute dürfte das mit Personenschutz schwer umsetzbar sein.
4. Er hat den „Hundekrieg“ von Chevy Chase überlebt
Powells Ehefrau Elissa Leonard ist Vorsitzende des Gemeinderats von Chevy Chase, einem wohlhabenden Vorort von Washington, D.C. Im Jahr 2019 war sie in eine heftige lokale Debatte um einen Hundespielplatz verwickelt. Die hitzige Diskussion spaltete die Nachbarschaft. Am Ende wurde der Hundepark geschlossen – sehr zum Unmut vieler Anwohner.
5. Lila ist seine Lieblingsfarbe – aus gutem Grund
Powell wird oft mit lilafarbenen Krawatten gesehen – mittlerweile fast ein Markenzeichen. Die Bedeutung? Eine bewusste Entscheidung für politische Neutralität. Blau steht für Demokraten, Rot für Republikaner – Lila als Mischung symbolisiert Unparteilichkeit, was Powell als Chef einer unabhängigen Institution wie der Fed wichtig ist.
Bonus: Powell hat ganz unten angefangen
Nach seinem Abschluss in Princeton arbeitete Powell 1975 für vier Monate in einem Lagerhaus eines Büromittelhändlers – bevor er Jura an der Georgetown University studierte. Diese Station listete er sogar bei seiner Nominierung zum Fed-Vorsitz auf.
Fazit:
Jerome Powell ist mehr als nur der nüchterne Chef der US-Notenbank. Er ist Musikliebhaber, Hobbymusiker, Familienmensch – und weiß offenbar, wie man zwischen Weltwirtschaft und Gitarrensolo die Balance hält.
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