Japan hat heute eine Forschungsmission zum Abbau Seltener Erden aus der Tiefsee gestartet. Ziel ist es, die starke Abhängigkeit des Landes von China bei diesen strategisch wichtigen Rohstoffen zu reduzieren. Ein Forschungsschiff brach dazu in Richtung des abgelegenen Minamitori-Atolls auf, das rund 1.900 Kilometer südöstlich von Tokio im Pazifik liegt.
Während der einmonatigen Mission soll erstmals mineralreicher Tiefseeschlamm kontinuierlich aus einer Wassertiefe von etwa 6.000 Metern an die Oberfläche gefördert werden. Der Schlamm enthält hohe Konzentrationen Seltener Erden, die unter anderem für moderne Elektronik, Windkraftanlagen sowie Elektro- und Hybridfahrzeuge benötigt werden.
Die Initiative gewinnt vor dem Hintergrund wachsender diplomatischer Spannungen mit China an Dringlichkeit. Peking hatte vergangene Woche den Export von Gütern mit sowohl zivilem als auch militärischem Verwendungszweck nach Japan untersagt – darunter auch mehrere strategisch wichtige Mineralien. Zudem berichtete das Wall Street Journal, dass China die Ausfuhr Seltener Erden nach Japan zuletzt weiter eingeschränkt habe.
Auch auf internationaler Ebene rückt das Thema stärker in den Fokus. Nach Angaben von Reuters wollen die Finanzminister der G7-Staaten am Montag in Washington über die weltweite Versorgung mit Seltenen Erden beraten.
Japan ist insbesondere bei sogenannten schweren Seltenen Erden, die etwa für leistungsfähige Magneten in Elektromotoren benötigt werden, laut Analysten bislang nahezu vollständig auf Lieferungen aus China angewiesen. Der Einstieg in den Tiefsee-Abbau gilt daher als strategischer Schritt zur Sicherung der eigenen Rohstoffversorgung.
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