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Japan: Suntory-Chef Takeshi Niinami tritt nach Polizeirazzia zurück

MIH83 (CC0), Pixabay
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Der Vorstandsvorsitzende des japanischen Getränkekonzerns Suntory, Takeshi Niinami, ist überraschend von seinem Amt zurückgetreten. Das Unternehmen bestätigte den Schritt am Dienstag unter Berufung auf einen Bericht von CNN. Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, Nahrungsergänzungsmittel mit illegalen Substanzen erworben zu haben.

Rücktritt sorgt für Erschütterung

Niinami galt als einer der bekanntesten Konzernchefs Japans. Sein Rückzug löste in der japanischen Wirtschaft große Aufmerksamkeit aus, nicht zuletzt, weil Suntory zu den bedeutendsten Getränkeherstellern des Landes zählt und international unter anderem durch die Whiskey-Marke Jim Beam bekannt ist.

Ermittlungen wegen Cannabis-Vorwürfen

Die Zeitung Tokyo Shimbun berichtete, dass die Polizei gegen Niinami wegen eines möglichen Verstoßes gegen Japans strikte Cannabisgesetze ermittelt. Bereits im vergangenen Monat sei seine Luxuswohnung in Tokio durchsucht worden. Zudem habe er eine Urinprobe abgeben müssen.

Nach Angaben der Zeitung konnten den Ermittlern bislang jedoch weder Besitz noch Konsum illegaler Substanzen nachgewiesen werden.

Verdacht: Import von THC-haltigen Produkten

Der Sender Nippon TV meldete unter Berufung auf Insider, Niinami stehe im Verdacht, aus den USA stammende Produkte mit THC, dem psychoaktiven Wirkstoff von Cannabis, erworben zu haben. Während CBD-Produkte in Japan legal sind, gilt dies nur, wenn sie frei von THC sind. Schon der bloße Besitz von Cannabis kann in Japan mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft werden.

Niinami bestreitet Vorwürfe

Niinami weist die Anschuldigungen zurück. Laut Suntory-Präsident Nobuhiro Torii erklärte er, die Nahrungsergänzungsmittel im Glauben gekauft zu haben, sie seien legal.

Hintergrund

Der Fall reiht sich ein in eine Serie prominenter Verfahren in Japan, bei denen bereits der Verdacht auf Drogendelikte erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zieht. Für Suntory bedeutet Niinamis Rücktritt einen deutlichen Einschnitt an der Spitze des Konzerns.

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