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Japan

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Die Tsunami-Warnung für die Noto-Halbinsel in Japan, die ursprünglich als „sehr groß“ eingestuft wurde, ist nun zu einer Standardwarnung herabgesetzt worden. Dennoch weisen die Behörden auf die Möglichkeit weiterer Erdbeben und Tsunamis hin. Das US-amerikanische Pazifik-Tsunami-Warnzentrum hat größtenteils Entwarnung für gefährliche Flutwellen gegeben, betont jedoch, dass die Tsunami-Gefahr weitestgehend gebannt sei.

Die japanischen Behörden raten der Bevölkerung, sich weiterhin in Sicherheit zu bringen und nicht in küstennahe Häuser zurückzukehren. Laut der japanischen Wetterbehörde, die für Erdbeben zuständig ist, handelt es sich um die erste große Tsunami-Warnung seit dem verheerenden Ereignis von 2011, das zur Atomkatastrophe in Fukushima führte. Es wird zudem berichtet, dass dies das stärkste Erdbeben in Japan seit 2018 und das schwerste in der Region der Noto-Halbinsel seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885 ist. Weitere starke Erdstöße könnten in den kommenden Tagen folgen.

An der Küste von Ishikawa wurden Wellen von über einem Meter Höhe beobachtet, aber die Behörden versichern, dass die nahegelegenen Atomkraftwerke und die Kühlung der Reaktorstäbe nicht beeinträchtigt wurden. Im Fernsehen wurde darauf hingewiesen, dass der Tsunami in mehreren Wellen eintreffen könnte, mit Höhen von bis zu vier bis fünf Metern.

Das Erdbeben, das um 8.10 Uhr in der Region Otani begann, führte auch in Tokio zu schwankenden Gebäuden. Erste Berichte über Schäden, Verschüttete und Brände, insbesondere in der Kleinstadt Wajima, sind eingegangen. Mehrere Spitäler berichten von vielen leicht Verletzten. Zudem wurden in Ishikawa eingestürzte Gebäude und tiefe Straßenrisse beobachtet. Über 36.000 Haushalte in den Präfekturen Ishikawa und Toyama waren ohne Strom, und es gab Unterbrechungen bei Telefon- und Internetverbindungen. Der Flug- und Bahnverkehr wurde eingestellt, und in einigen Regionen wurde die Gasversorgung vorübergehend unterbrochen.

Ministerpräsident Fumio Kishida berichtet von schwer zugänglichen Rettungsgebieten und fordert die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen. In Südkorea und sogar im abgeschotteten Nordkorea wurden ebenfalls Tsunami-Warnungen ausgegeben. In Russlands äußerstem Osten, einschließlich Wladiwostok, wurden Alarme ausgelöst, jedoch ohne sofortige Evakuierungsanordnungen.

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