Nach der viralen Telefonkonferenz der US-amerikanischen Eishockey-Nationalmannschaft mit Präsident Donald Trump haben Olympiasieger Jack Hughes und seine Mutter Stellung zur öffentlichen Kritik genommen.
Während des Gesprächs im Umkleideraum lud Trump die Spieler zur kommenden Rede zur Lage der Nation ein. In einem scherzhaften Kommentar erwähnte er auch das US-Frauenteam, das ebenfalls Olympiagold gewonnen hatte, und sagte, er müsse auch sie einladen – sonst werde er „impeached“. Einige Spieler lachten über die Bemerkung, was in sozialen Medien teils scharf kritisiert wurde.
Jack Hughes zeigte sich wenig beeindruckt von der Debatte. „Die Leute sind so negativ da draußen und suchen nach Gründen, andere herunterzumachen oder aus fast nichts ein großes Thema zu machen“, sagte er der Daily Mail. In der Mannschaft wisse man genau, wie sehr man die Frauen unterstütze und wie stolz man auf deren Leistung sei – und umgekehrt sei es genauso.
Auch seine Mutter Ellen Hughes äußerte sich im US-Fernsehen zu den Vorwürfen. Sie ist nicht nur die Mutter von Jack und dessen Bruder Quinn Hughes (ebenfalls Team USA), sondern auch als Beraterin für das US-Frauenteam tätig.
„Diese Spieler – Männer wie Frauen – können so viel Einheit in eine Gruppe und in ein Land bringen“, sagte sie in der „Today Show“. Es gehe beiden Teams nicht um Politik, sondern um Zusammenhalt und darum, Menschen unabhängig von ihrer politischen Haltung zu verbinden.
Ein Sprecher von USA Hockey bestätigte, dass auch das Frauenteam eine Einladung zur Rede erhalten habe. Aufgrund bereits geplanter akademischer und beruflicher Verpflichtungen könne die Mannschaft jedoch nicht teilnehmen. Man fühle sich geehrt und dankbar für die Anerkennung.
Jack Hughes deutete hingegen an, dass er und seine Teamkollegen nach Washington reisen werden. „Wir sind stolz, die USA zu vertreten. Wenn man die Gelegenheit bekommt, ins Weiße Haus zu gehen und den Präsidenten zu treffen, dann ist das patriotisch“, sagte er.
Trotz der öffentlichen Diskussion betonte Ellen Hughes den starken Zusammenhalt beider Teams während der Olympischen Spiele. Männer und Frauen hätten sich gegenseitig unterstützt und angefeuert. „Darum geht es – um Menschlichkeit, Einheit und das Land“, so Hughes.
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