Ein kleines Stückchen Mittelmeer sorgt für großen Namenswirbel: Die italienische Stadt Vallecrosia an der ligurischen Riviera möchte sich künftig „Vallecrosia al mare“ nennen. Der Grund? Google & Co. halten die Stadt fälschlicherweise für ein Bergdorf.
Der Gemeinderat des 6.800-Einwohner-Ortes stimmte dem Vorschlag von Bürgermeister Fabio Perri zu. Der Zusatz „al mare“ – also „am Meer“ – soll künftig klarstellen, dass Vallecrosia nicht im Tal liegt, sondern direkt an der Küste.
„Unser Name führt Reisende und Suchmaschinen gleichermaßen in die Irre“, erklärte Perri augenzwinkernd. „Wir liegen direkt am Meer, aber das Wort Valle lässt uns im Internet wie ein Bergdorf wirken.“
🌊 Mehr Touristen durch neuen Namen
Mit der geplanten Umbenennung erhofft sich die Gemeinde einen Schub für den Tourismus. Denn viele Badeurlauber, die nach ligurischen Ferienzielen suchen, finden Vallecrosia schlicht nicht – oder halten es aufgrund des Namens für ein Ziel im Hinterland.
Der Bürgermeister setzt darauf, dass „Vallecrosia al mare“ künftig in Suchmaschinen besser platziert wird und damit mehr Badegäste anzieht. Schließlich lebt der Ort, der nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt liegt, vom Sommertourismus.
🏖️ Ein seltener Schritt – mit Symbolkraft
Ortsumbenennungen sind in Italien selten, aber nicht beispiellos. Besonders kleine Gemeinden greifen zunehmend zu Marketingstrategien, um sich online besser zu positionieren.
„Wenn die Suchmaschine denkt, wir liegen in den Bergen, kommen die Touristen nicht ans Meer – das können wir uns nicht leisten“, so Perri.
Ob der neue Name wirklich zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber: Vallecrosia zeigt, wie selbst ein Ortsschild im digitalen Zeitalter zu einem Werkzeug der Suchmaschinenoptimierung werden kann.
Kommentar hinterlassen