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Italien: Betreiber von Website mit Fake-Pornofotos ausgeforscht – auch Premierministerin betroffen

CatsWithGlasses (CC0), Pixabay
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Die italienische Polizei hat den mutmaßlichen Betreiber einer Website ermittelt, auf der gefälschte Pornofotos von Politikerinnen, Schauspielerinnen und Unternehmerinnen veröffentlicht worden waren. Wie die Zeitung La Repubblica berichtet, handelt es sich um einen 45-jährigen Mann aus Florenz, der inzwischen von den Behörden einvernommen wurde.

Anzeige durch Bürgermeisterin brachte Ermittlungen ins Rollen

Auslöser der Ermittlungen war eine Strafanzeige der Florentiner Bürgermeisterin Sara Funaro, die selbst zu den Betroffenen zählt. Sie war eine von mehreren Politikerinnen, deren manipulierte Bilder auf der mittlerweile abgeschalteten Website verbreitet wurden.

Prominente Opfer

Neben Funaro sind auch weitere hochrangige Persönlichkeiten betroffen:

  • Ministerpräsidentin Giorgia Meloni

  • Ihre Schwester Arianna Meloni

  • Oppositionsführerin Elly Schlein

Darüber hinaus fanden sich auf der Seite gestohlene Bilder aus sozialen Netzwerken, die sowohl von prominenten Persönlichkeiten als auch von unbekannten Frauen stammten. Diese Fotos waren häufig bearbeitet und mit vulgären Kommentaren versehen.

Juristische Schritte

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen wurde inzwischen auch eine Sammelklage gegen den Betreiber eingereicht. Ziel sei es, nicht nur strafrechtliche Konsequenzen herbeizuführen, sondern auch ein deutliches Zeichen gegen digitale Gewalt und die Verbreitung von Deepfake-Inhalten zu setzen.

Hintergrund

Die Affäre hat in Italien eine breite Debatte über den Schutz der Persönlichkeitsrechte im digitalen Raum ausgelöst. Politikerinnen und Aktivistinnen fordern strengere Regulierungen und Strafen für die Erstellung und Verbreitung von manipulierten pornografischen Inhalten.

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