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Iran-Krieg kostet US-Steuerzahler bereits Milliarden

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran verursacht bereits in den ersten Tagen enorme Kosten für die Vereinigten Staaten. Nach Schätzungen des Pentagon haben die USA in den ersten sechs Tagen mindestens 11,3 Milliarden Dollar allein für Munition ausgegeben.

Diese Summe umfasst allerdings noch nicht die Kosten für den Betrieb der Streitkräfte, den Einsatz von Flugzeugträgern oder mögliche Schäden an US-Militärbasen durch iranische Gegenangriffe.

Fast eine Milliarde Dollar pro Tag

Experten gehen davon aus, dass der Krieg derzeit etwa eine Milliarde Dollar pro Tag kostet. Eine Analyse des Center for Strategic and International Studies (CSIS) zeigt, dass das US-Militär in den ersten 100 Stunden rund 3,7 Milliarden Dollar ausgab – im Durchschnitt etwa 891 Millionen Dollar täglich.

Allein in den ersten zwei Tagen wurden laut internen Schätzungen 5,6 Milliarden Dollar an Munition eingesetzt.

Teure Waffen treiben die Kosten

Der größte Teil der Ausgaben entfällt auf präzisionsgelenkte Waffen und Raketen. Besonders teuer sind beispielsweise:

  • Tomahawk-Marschflugkörper – etwa 3,6 Millionen Dollar pro Stück

  • Patriot- und THAAD-Abfangraketen zur Luftverteidigung

  • weitere Präzisionswaffen für Angriffe auf militärische Ziele

Nach Angaben des US-Militärs wurden bereits mehr als 2.000 Waffen gegen iranische Ziele eingesetzt.

Mit zunehmender Dauer des Krieges könnten die Kosten pro Angriff allerdings sinken. Das Militär setzt inzwischen verstärkt günstigere Bomben und Raketen, etwa sogenannte JDAM-Präzisionsbomben, die etwa 80.000 Dollar pro Stück kosten.

Verteidigung gegen iranische Angriffe ebenfalls teuer

Neben Angriffen auf iranische Ziele müssen die USA auch ihre Militärbasen und Verbündeten in der Region schützen. In den ersten vier Kriegstagen wurden dafür zahlreiche teure Abfangraketen eingesetzt.

Allein diese defensiven Maßnahmen kosteten über 1,6 Milliarden Dollar.

Flotteneinsatz verursacht laufende Kosten

Auch der Betrieb der großen US-Flottenverbände im Nahen Osten ist teuer. Experten schätzen, dass der Einsatz der Marine etwa 15 Millionen Dollar pro Tag kostet.

Politische Debatte über die Kosten

Mehrere demokratische Senatoren kritisieren die hohen Ausgaben. Senatorin Elizabeth Warren erklärte, während Millionen Amerikaner Probleme mit ihrer Krankenversicherung hätten, würden gleichzeitig Milliarden für Bombardierungen ausgegeben.

Der republikanische Senator Lindsey Graham verteidigte die Kosten hingegen und bezeichnete den Krieg als „die beste Investition überhaupt“, um einen Staat zu stoppen, der eine Atomwaffe entwickeln wolle.

Gesamtkosten könnten stark steigen

Experten warnen, dass aktuelle Schätzungen die tatsächlichen Kosten noch deutlich unterschätzen könnten. Neben den unmittelbaren Kriegskosten entstehen langfristig weitere Ausgaben, etwa für:

  • Veteranenversorgung

  • militärische Infrastruktur

  • wirtschaftliche Auswirkungen steigender Energiepreise

Historische Beispiele zeigen, wie stark sich solche Kosten erhöhen können. Die US-Kriege im Irak und in Afghanistan wurden zunächst auf 50 bis 60 Milliarden Dollar geschätzt – am Ende beliefen sich die Gesamtkosten laut Studien auf rund 8 Billionen Dollar.

Mehrere Senatoren fordern deshalb mehr Transparenz. Der demokratische Senator Jack Reed erklärte:
„Die amerikanische Bevölkerung hat ein Recht zu erfahren, was dieser Krieg an Blut und Geld kostet.“

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