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Iran-Krieg eskaliert: Angriffe im Nahen Osten, Drohnenattacken und politische Spannungen im Sport

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran weitet sich zunehmend auf die gesamte Region aus. Neue Angriffe, Drohnenattacken auf Flughäfen, militärische Operationen und steigende Ölpreise zeigen, wie stark der Krieg bereits internationale Auswirkungen hat. Gleichzeitig sorgt auch ein politischer Protest iranischer Fußballspielerinnen für Aufmerksamkeit.

Fußballerinnen zwischen Protest und Rückkehr

Für Schlagzeilen sorgte zunächst die iranische Frauen-Fußballnationalmannschaft bei der Asienmeisterschaft in Australien. Mehrere Spielerinnen sangen vor ihrem ersten Spiel nicht die iranische Nationalhymne. Die Geste wurde von Beobachtern als stiller Protest gegen die Regierung in Teheran interpretiert. Sie erfolgte kurz nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf iranische Ziele.

Aus Sorge vor möglichen Repressalien wurde einigen Spielerinnen Asyl in Australien angeboten. Dennoch entschieden sich drei Mitglieder der Mannschaft überraschend, mit dem Team in den Iran zurückzukehren. Australiens Innenminister Tony Burke bestätigte, dass diese Entscheidung kurzfristig gefallen sei.

Menschenrechtsorganisationen hatten zuvor gewarnt, dass den Spielerinnen nach ihrer Rückkehr politische Konsequenzen drohen könnten.

Drohnenangriffe auf Kuwait

Parallel dazu bleibt die Sicherheitslage im Nahen Osten angespannt. Der internationale Flughafen von Kuwait wurde erneut Ziel eines Drohnenangriffs. Laut der Luftfahrtbehörde griffen mehrere Drohnen das Radarsystem des Flughafens an. Verletzt wurde dabei niemand.

Seit Beginn des Konflikts ist Kuwait bereits mehrfach von Raketen- und Drohnenangriffen betroffen. Neben dem Flughafen wurden auch Militärstützpunkte ins Visier genommen, auf denen US-Soldaten stationiert sind.

Israel meldet hunderte Luftangriffe

Israel teilte mit, in den ersten beiden Wochen des Krieges rund 400 Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen zu haben. Hauptziele seien Raketenstellungen, Luftverteidigungssysteme und militärische Infrastruktur gewesen.

Allein innerhalb von 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei wurden laut israelischen Angaben zahlreiche Abschussrampen für ballistische Raketen zerstört.

Bei einem Angriff in Teheran sollen außerdem zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des iranischen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden sein. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.

Angriffe in den Golfstaaten

Auch mehrere Golfstaaten geraten zunehmend in den Konflikt. Saudi-Arabien meldete, sechs ballistische Raketen abgefangen zu haben, die offenbar auf einen Militärstützpunkt zielten.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es zu einem Angriff auf einen wichtigen Ölhafen in der Stadt Fudschaira. Über dem Hafen waren schwarze Rauchwolken zu sehen. Behörden erklärten später, Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne hätten einen Brand ausgelöst. Verletzte gab es nicht.

Der Iran hatte zuvor angekündigt, US-Ziele in den Emiraten anzugreifen, sollte die Energieinfrastruktur des Landes ins Visier genommen werden.

US-Angriff auf iranische Ölinsel

Die USA griffen unterdessen die strategisch wichtige Insel Charg im Persischen Golf an. Von dort aus exportiert der Iran rund 90 Prozent seines Rohöls.

Nach Angaben des US-Militärs wurden mehr als 90 militärische Ziele auf der Insel angegriffen, darunter Lager für Seeminen, Raketenbunker und militärische Anlagen. Die Ölinfrastruktur blieb jedoch unbeschädigt.

Iranische Staatsmedien bestätigten mehrere Explosionen auf der Insel, erklärten jedoch, der Ölexport laufe weiterhin ohne Einschränkungen.

Neue Spannungen in Irak und Katar

Auch im Irak kam es zu Angriffen auf US-Einrichtungen. Eine Drohne oder Rakete traf die US-Botschaft in Bagdad, bestätigten Sicherheitskreise. Es war bereits der zweite Angriff auf den Komplex seit Beginn des Krieges.

In Katar wurden vorsorglich mehrere wichtige Bereiche der Hauptstadt Doha evakuiert, nachdem neue iranische Angriffe befürchtet wurden.

Raketenangriffe und Kämpfe im Libanon

Der Iran setzte zudem seine Raketenangriffe auf Israel fort. Im Süden des Landes gingen Trümmerteile nieder, Verletzte gab es nach ersten Angaben nicht.

Im Südlibanon kamen bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum laut Behörden mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter ums Leben. Weitere Menschen werden noch vermisst.

Ölpreise auf Rekordniveau

Die militärische Eskalation hat auch wirtschaftliche Folgen. Die Ölpreise sind auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt rund 103 US-Dollar.

Vor Beginn des Krieges lag der Preis noch bei etwa 73 Dollar pro Barrel. Marktbeobachter befürchten, dass weitere Angriffe auf Energieanlagen oder die wichtige Straße von Hormus die Preise noch weiter steigen lassen könnten.

Der Konflikt entwickelt sich damit zunehmend zu einer regionalen Krise mit globalen Auswirkungen – politisch, militärisch und wirtschaftlich.

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