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Iran im Ausnahmezustand: Internet abgeschaltet – Proteste gegen Regierung eskaliere

phoenix64 (CC0), Pixabay
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Am 9. Januar 2026 kam es im Iran erneut zu massiven Protesten gegen das Regime. Auslöser war der dramatische Währungsverfall und die wachsende Frustration der Bevölkerung über wirtschaftliche Not und politische Repression.

Die Regierung reagierte mit einem landesweiten Internet-Blackout, wie die unabhängige Organisation NetBlocks meldete. Die Zensur erschwert es, das tatsächliche Ausmaß der Proteste zu erfassen. Dennoch kursieren in sozialen Netzwerken vereinzelt Videos, in denen Rufe nach dem Sturz des Regimes und nach einer Rückkehr von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten Schahs, zu hören sind.

Trump warnt Teheran: „USA werden eingreifen“

US-Präsident Donald Trump verurteilte das Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte und warnte die Führung in Teheran davor, friedliche Demonstranten zu töten. Er versprach, dass die USA den Protestierenden „zur Hilfe kommen“ würden.

Der religiöse Führer Ayatollah Ali Khamenei wies die Kritik zurück und bezeichnete die Proteste als „gefährlichen Import von außen“. Trump solle sich lieber um Probleme in den USA kümmern, so Khamenei.

Zahlreiche Tote – neue Eskalation befürchtet

Laut der US-basierten Menschenrechtsagentur HRANA wurden in den vergangenen zwölf Tagen mindestens 34 Demonstrierende und vier Sicherheitskräfte getötet, mehr als 2.200 Menschen wurden festgenommen. Die norwegische Organisation Iran Human Rights spricht sogar von 45 Todesopfern, darunter acht Kinder.

Die aktuellen Unruhen haben sich von Teheran auf alle 31 Provinzen des Landes ausgebreitet. Anders als bei den landesweiten Protesten 2022 nach dem Tod von Mahsa Amini sind es diesmal vor allem junge Männer, die demonstrieren – unterstützt von unzufriedenen Ladenbesitzern und Studenten.

Ob sich die Proteste erneut zu einer Massenbewegung ausweiten, bleibt ungewiss – der internationale Druck auf die iranische Regierung wächst jedoch spürbar.

 

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