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Iran exportiert weiterhin Öl durch die Straße von Hormus

phoenix64 (CC0), Pixabay
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Trotz der schweren Spannungen im Nahen Osten und der stark eingeschränkten Schifffahrt in der Straße von Hormus exportiert der Iran weiterhin Millionen Barrel Öl über die strategisch wichtige Wasserstraße. Während viele internationale Tanker die Passage derzeit meiden, gelangen iranische Lieferungen offenbar weiterhin auf den Weltmarkt.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und gilt als einer der wichtigsten Engpässe des globalen Energiehandels. Normalerweise wird etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls durch die Meerenge transportiert. Seit Beginn der militärischen Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran ist der Verkehr jedoch stark zurückgegangen. Viele Reedereien vermeiden die Route aus Sicherheitsgründen.

Trotzdem zeigen Schiffs- und Satellitendaten, dass iranische Öltanker die Passage weiterhin nutzen. Experten gehen davon aus, dass Teheran seine eigenen Exporte bewusst aufrechterhält, während der Transit für Schiffe aus Ländern, die als Gegner gelten, stark eingeschränkt oder unsicher bleibt.

Teilweise scheinen auch einzelne Staaten weiterhin Zugang zur Route zu erhalten. So wurden zuletzt mehrere Tanker mit pakistanischem Öl beim Passieren der Meerenge registriert. Beobachter vermuten, dass solche Fahrten zuvor diplomatisch mit dem Iran abgestimmt werden.

Der eingeschränkte Schiffsverkehr hat bereits spürbare Folgen für die Weltmärkte. Schätzungen zufolge fehlen derzeit täglich zwischen zehn und fünfzehn Millionen Barrel Öl auf dem globalen Markt. Entsprechend sind die Preise deutlich gestiegen und haben den höchsten Stand seit 2022 erreicht.

Internationale Energieorganisationen warnen, dass die Situation eine der größten Störungen der Ölversorgung seit Jahrzehnten darstellen könnte. Zwar haben mehrere Länder begonnen, strategische Ölreserven freizugeben, doch Experten betonen, dass diese Maßnahmen nur vorübergehend helfen.

Langfristig hängt eine Stabilisierung der Märkte vor allem davon ab, ob die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder vollständig aufgenommen werden kann. Solange die militärischen Spannungen anhalten und wichtige Handelsrouten unsicher bleiben, dürfte der Druck auf die globalen Energiemärkte weiter hoch bleiben.

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