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Iran droht mit Angriffen auf Energieinfrastruktur – Konflikt erschüttert Weltwirtschaft

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die Spannungen im Nahen Osten verschärfen sich weiter und haben zunehmend Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Der Iran droht offen mit Angriffen auf Energieanlagen in der Region, während die internationalen Energiemärkte bereits unter massiven Verwerfungen leiden.

In einer ersten Botschaft, die dem neuen iranischen Obersten Führer Mojtaba Khamenei zugeschrieben wird, kündigte Teheran an, die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin geschlossen zu halten. Die Meerenge gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, da etwa 20 Prozent des globalen Ölhandels durch diesen engen Seeweg transportiert werden.

Drohung gegen Öl- und Gasinfrastruktur

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) warnten zudem, dass sie die Öl- und Gasinfrastruktur der Region „in Brand setzen“ würden, sollte iranische Energieanlagen angegriffen werden. Diese Drohungen verstärken die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts.

Die ohnehin angespannten Energiemärkte reagieren bereits deutlich. Der Ölpreis ist wieder auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen, nachdem mehrere Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf gemeldet wurden.

Raketenangriffe auf Israel

Unterdessen wurde der Konflikt auch militärisch weiter ausgeweitet. Bei einem Raketenangriff im Norden Israels wurden nach Angaben der Rettungsdienste 58 Menschen verletzt, die meisten davon leicht. Ein Gebäude im arabischen Ort Zarzir wurde direkt getroffen, mehrere Häuser beschädigt und Fahrzeuge zerstört.

Die israelische Armee erklärte, sie habe zuvor von Iran abgefeuerte Raketen registriert. Gleichzeitig berichtete das iranische Staatsfernsehen, dass auch die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon Angriffe auf Israel gestartet habe.

Explosionen in Teheran

Parallel dazu wurden aus der iranischen Hauptstadt Teheran mehrere schwere Explosionen gemeldet. Luftangriffe sollen in verschiedenen Stadtteilen Schäden verursacht haben. Bewohner berichteten laut iranischen Medien, dass die Detonationen so stark gewesen seien, dass Gebäude spürbar erschüttert wurden.

Bei einem Angriff auf eine Autobahnstation zwischen Teheran und Qom wurden zudem drei Helfer des iranischen Roten Halbmonds verletzt.

Flugzeugabsturz und weiterer Todesfall

Die US-Armee bestätigte außerdem den Absturz eines amerikanischen Tankflugzeugs im Irak. Nach Angaben des Militärs wurde das Flugzeug weder durch feindlichen Beschuss noch durch eigenes Feuer getroffen. Ob Besatzungsmitglieder verletzt oder getötet wurden, ist derzeit noch unklar.

Zugleich meldete Frankreich den Tod eines Soldaten im Nordirak. Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass bei einem Drohnenangriff auf einen Stützpunkt der internationalen Anti-IS-Koalition in der Region Erbil ein französischer Soldat ums Leben kam und mehrere weitere verletzt wurden.

Wirtschaftliche Folgen weltweit

Der Konflikt wirkt sich inzwischen weltweit aus. Die Ölpreise steigen, internationale Aktienmärkte geraten unter Druck und viele Länder greifen zu Notmaßnahmen.

So hat Südkorea erstmals seit fast 30 Jahren Preisobergrenzen für Treibstoff eingeführt, während Australien große Mengen Benzin und Diesel aus seinen Reserven freigibt. Gleichzeitig plant die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven, um die Märkte zu stabilisieren.

Experten warnen jedoch, dass eine länger anhaltende Blockade der Straße von Hormus und weitere Angriffe auf Energieanlagen die globale Wirtschaft erheblich belasten könnten.

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