diebewertung.de: Herr Schlautmann, laut „New York Times“ könnten KI-Systeme zunehmend IT-Einstiegsjobs ersetzen. Ist das übertrieben oder ein realistisches Szenario?
Tim Schlautmann: Es ist beides: übertrieben in der Dramatik, aber realistisch in der Tendenz. Künstliche Intelligenz ist inzwischen gut darin, einfache, repetitive IT-Aufgaben zu übernehmen – also genau jene, die häufig Berufseinsteiger erledigen. Das betrifft etwa Bugfixing, Code-Dokumentation oder einfache Tests.
diebewertung.de: Müssen junge IT-Talente sich jetzt Sorgen machen?
Schlautmann: Nein, aber sie müssen sich anpassen. Der Arbeitsmarkt verändert sich – das war in der IT immer so. Wichtig ist, dass sie lernen, KI-Tools als Hilfsmittel zu nutzen, nicht als Konkurrenz zu sehen. Wer mit KI umgehen kann, erhöht seinen Wert am Arbeitsmarkt.
diebewertung.de: Aber manche Unternehmen stellen angeblich nur noch Entwickler mit Berufserfahrung ein. Wird der Einstieg schwieriger?
Schlautmann: Der Einstieg verändert sich, das stimmt. Unternehmen suchen zunehmend nach Problemlösern mit Projektverantwortung, nicht nur nach Code-Schreibern. Wer nur Standardaufgaben beherrscht, wird es schwerer haben. Dafür entstehen aber auch neue Rollen: Prompt Engineers, KI-Integratoren, Datenethiker – vor fünf Jahren gab’s die nicht.
diebewertung.de: Was raten Sie Studierenden und Auszubildenden im IT-Bereich?
Schlautmann: KI-Kompetenz aufbauen, kreativ denken und interdisziplinär lernen. Wer versteht, wie Technik in Wirtschaft und Gesellschaft wirkt, bleibt gefragt – egal wie sich die Tools ändern. KI ist kein Jobkiller, sondern ein Jobwandler. Und Wandel war in der IT noch nie ein Grund zur Panik, sondern immer ein Motor für Chancen.
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