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Interessanter Beitrag zum Vorgang AMTEX

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Das Landgericht Memmingen hat mit Urteil vom 02.11.2015 einen Anlagevermittler (Herrn Thomas Klüglich, Unabhängige Agentur für Wirtschaftsinformation & Finanzen UAWF) zu Schadensersatz verurteilt. Die Entscheidung der 23. Zivilkammer ist rechtskräftig. Der Finanzvermittler muss an den Anleger (vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürgen Klass) Schadensersatz leisten und knapp € 14.000,00 nebst Zinsen zahlen. Im Gegenzug erhält der Beklagte alle Rechte aus der Beteiligung an dem Geschäftsprojekt „Ridgeland #1 C“-Produktion der AMTEX Oil & Gas Inc., Dallas/USA.

Beanstandet wurden Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit der Zeichnung einer Beteiligung an einer ausländischen Erdöl- bzw. Erdgasförderanlage. Es handelt sich um eine graumarktbezogene Vermögensanlage einer Gesellschaft, die zu dem Zweck gegründet worden ist, private Gelder in Millionenhöhe einzusammeln, um damit ein spezielles US-Geschäftsprojekt im Energiesektor finanzieren zu können. Die geltend gemachten Ansprüche richteten sich gegen den Finanzvermittler, weil er es unterlassen hat, die von ihm beworbene AMTEX-Anlage auf ihre Plausibilität hin zu untersuchen und den Kläger ordnungsgemäß und vollständig über die mit einer Investition in diese Kapitalanlage verbundenen Risiken und wirtschaftlichen Konsequenzen aufzuklären.

Zum Geschäftsmodell von AMTEX Oil & Gas Inc.: In den Vereinigten Staaten haben halbseidene Angebote für Investments in Öl- und Gasquellen eine lange Geschichte. Allein in Dallas sitzen dem Vernehmen nach mehr als 50 Unternehmen, die Bohrungen aus Anlegergeldern finanzieren. Ein seriöses Beteiligungsangebot für Privatanleger zu finden gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Die Anbieter sammeln viel Geld für nicht existierende Projekte oder bohren ein trockenes Loch. Reinfälle erleben Anleger auch mit schlüsselfertigen Bohrvorhaben, den „Turnkey-Projekten“. Promoter nutzen den Umstand, dass Privatanleger nur schwer überblicken können, was Förderungen tatsächlich kosten. Sie sammeln ein Vielfaches des wirklich benötigten Geldes ein. Nur einen kleinen Teil investieren sie, der Rest fließt in ihre Tasche. Ein paar Schecks werden an Anleger verschickt – so bleiben die für das nächste Projekt bei der Stange, wenn man das aktuelle Vorhaben für gescheitert erklärt.

Bekannt ist, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen AMTEX bzw. gegen den langjährigen Präsidenten der AMTEX Oil & Gas Inc. ermittelt (Herrn Dirk Rosinski). Das Aktenzeichen lautet 5611JSxxx.

Quelle:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/interessantes-in-sachen-amtex_093625.html

 

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