Am 24. September 2025 haben zahlreiche Amtsgerichte in Deutschland erneut vorläufige Insolvenzverfahren gegen Unternehmen verschiedener Größen und Branchen eingeleitet. Die aktuelle Liste der betroffenen Firmen zeigt einmal mehr die breite wirtschaftliche Betroffenheit – von regional verwurzelten Handwerksbetrieben bis hin zu Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen.
Nachfolgend ein Überblick über ausgewählte Verfahren:
Die ampeakon GmbH & Co. KG aus Drensteinfurt (Aktenzeichen: 80 IN 47/25, Amtsgericht Münster) befindet sich nun unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Das Unternehmen war im Bereich Ingenieur- und Projektmanagement tätig.
Ebenfalls betroffen ist die AS Tennis GmbH aus Wallmerod (14 IN 198/25, Montabaur), deren Geschäftsschwerpunkt im Sport- und Freizeitbereich lag.
Ein traditionsreicher Name der Automobilbranche, die Auto Geißler Betriebs GmbH aus Alsfeld (6 IN 201/25, Gießen), meldete ebenfalls Insolvenz an.
Aus Köln trifft es die Autoruf 1010 GmbH (70a IN 333/25, Köln), ein auf Mobilitätsdienstleistungen spezialisiertes Unternehmen.
Die d.i.i. 10. Bestand C GmbH (10 IN 383/24, Wiesbaden), Teil der größeren d.i.i.-Immobiliengruppe, reiht sich ebenfalls in die Liste ein. Das Unternehmen hatte seinen Sitz in Gräfelfing und war im Immobilienmanagement tätig.
Im Bildungssektor ist das bekannte EinsA Sprachinstitut Berlin Privatsprachschule GmbH (3615 IN 6307/25, Charlottenburg) betroffen. Die Schule war für ihre Sprachkurse für internationale Teilnehmer bekannt.
Der Buchhandel ist mit der Fachbuch Richter GmbH aus Werl (43 IN 891/25, Bielefeld) vertreten, ebenso wie das Elektromeisterunternehmen Frank Scheffczyk GmbH aus Essen (164 IN 78/25).
In Hamburg wurde die Glomin GmbH (67b IN 195/25), spezialisiert auf technische Dienstleistungen, unter vorläufige Verwaltung gestellt.
Auch Unternehmen aus der Logistik- und Maschinenbaubranche wie MTS Martini Transportservice GmbH (100 IN 121/25, Hagen), Holzhack-Maschinenbau Wellspang GmbH (56 IN 308/25, Flensburg) und Wichelhaus Maschinenfabrik GmbH & Co. KG (507 IN 189/25, Wuppertal) sind betroffen.
Die sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen bleiben ebenfalls nicht verschont: Die KIDSKöpfe gGmbH aus Zeven (22 IN 149/25, Tostedt) – ein Träger für Kinderbetreuung – hat ebenfalls Insolvenz angemeldet.
Im Bildungswesen steht auch die VBI Verkehrsbildungsinstitut GmbH aus Nürnberg (IN 1241/25) vor finanziellen Schwierigkeiten.
Besonders bemerkenswert ist die Vielzahl an UGs (haftungsbeschränkt), etwa die MANI UG aus Herford (43 IN 640/25, Bielefeld), Meilleure gestion immobilière UG (3611 IN 4424/25, Charlottenburg), oder die PromoPrint UG aus München (1542 IN 2776/25), die häufig auf kleinere Geschäftsmodelle und Start-ups hinweisen.
Im Bereich Handel und Kosmetik ist mit YXO Cosmetics GmbH (810 IN 1397/25 Y-77-, Frankfurt) auch ein Kosmetikanbieter betroffen.
Fazit
Die Insolvenzbekanntmachungen des 24.09.2025 zeigen ein vielschichtiges Bild der deutschen Wirtschaft: Betriebe verschiedenster Sektoren kämpfen weiterhin mit Liquiditätsengpässen, Nachfrageausfällen oder strukturellen Problemen. Die Gründe sind individuell unterschiedlich, doch die hohe Anzahl an Verfahren verdeutlicht den anhaltenden wirtschaftlichen Druck im Mittelstand wie auch bei Kleinunternehmern.
Es bleibt abzuwarten, wie viele dieser Verfahren in Sanierungen münden können – oder ob weitere Marktbereinigungen folgen.
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