Trotz rückläufiger Inflationsraten bleibt die Teuerung das größte Sorgenkind für Amerikaner, wenn es um eine sichere Altersvorsorge geht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Finanzdienstleisters Charles Schwab, an der über 1.000 Teilnehmer mit einem US-401(k)-Rentenplan teilnahmen.
Inflationsangst dominiert
57 % der Befragten sehen die Inflation als das größte Hindernis auf dem Weg zu einem finanziell abgesicherten Ruhestand – trotz des Rückgangs von einem Spitzenwert von 9,1 % im Jahr 2022. Nur noch 34 % glauben, ihre Sparziele „sehr wahrscheinlich“ erreichen zu können – ein deutlicher Rückgang gegenüber 43 % im Jahr 2024.
„Inflation und Marktvolatilität sind weiterhin zentrale Themen, die langfristige Strategien erschweren“, so Lee McAdoo, Geschäftsführer bei Schwab Retirement Plan Services.
Sparverhalten passt sich an
Trotz der Herausforderungen setzen viele Amerikaner weiterhin auf das Sparen für den Ruhestand:
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39 % kaufen bewusst günstigere Produkte oder reduzieren ihren Konsum,
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nur 11 % haben ihre 401(k)-Beiträge gesenkt,
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Kredite oder Notabhebungen aus dem Rentenkonto gingen von 26 % auf 21 % zurück.
„Die meisten Sparer zeigen bemerkenswerte Beständigkeit in ihren Beiträgen – ein positives Zeichen“, sagte McAdoo.
Wie viel brauchen die Amerikaner für die Rente?
Im Durchschnitt gehen die Befragten davon aus, 1,6 Millionen Dollar für einen komfortablen Ruhestand zu benötigen – etwas weniger als die 1,8 Millionen aus dem Vorjahr. Grund sei laut Schwab-Expertin Marci Stewart die realistischere Einschätzung der Lebenshaltungskosten.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter wird mit 66 Jahren angegeben, bei einer angenommenen Ruhestandsdauer von 22 Jahren. Generation Z-Teilnehmer erwarten sogar, bereits mit 62 Jahren in Rente zu gehen – dank besserer Finanzbildung und Planungstools.
Vertrauen in Sozialversicherung schwindet
Da das Vertrauen in die Sozialversicherung (Social Security) sinkt, gewinnt das betriebliche Altersvorsorgemodell 401(k) an Bedeutung:
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52 % der 45- bis 75-Jährigen vertrauen Social Security heute weniger als noch vor fünf Jahren.
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58 % befürchten künftige Kürzungen der Leistungen.
Eine Analyse zufolge könnten Doppelverdiener ab dem Jahr 2033 jährlich 18.100 Dollar weniger Sozialversicherungsleistungen erhalten – ein Rückgang um 24 %.
Arbeitgeber fördern Altersvorsorge
Viele Unternehmen unterstützen ihre Angestellten verstärkt:
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Ein Drittel der Befragten erhielt eine Gehaltserhöhung,
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15 % verbesserte Arbeitgeberbeiträge zum 401(k),
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14 % erhielten Zusatzleistungen wie Boni oder betriebliche Gesundheitskonten.
Durchschnittlich erwarten die Teilnehmer, dass der 401(k)-Plan 45 % ihres Ruhestandseinkommens deckt, während Sozialversicherungsleistungen 18 % beitragen sollen.
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