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Ich bin gerührt – eine Sondermünze zu meinen Ehren! Oder doch nicht? 2 Bremer Sondermünze

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Stellt euch vor: Ich greife ins Portemonnaie, will mir ein Fischbrötchen holen – und da blinzelt sie mich an. Meine eigene Sondermünze! Na ja, fast. Es ist die neue 2-Euro-Gedenkmünze Bremen – und sie ist fast so schön wie mein Profil im besten Licht.

Doch statt meinem freundlichen Gesicht prangt darauf: das Klimahaus Bremerhaven. Schade eigentlich. Aber gut – Klimaschutz ist auch wichtig. Und mal ehrlich: Ein 2-Euro-Stück mit meinem Konterfei hätte vermutlich an der Käsetheke für Verwirrung gesorgt.

Bovenschulte erklärt die Welt

Zur feierlichen Enthüllung der Münze durfte natürlich niemand Geringeres als Andreas Bovenschulte, Bundesratspräsident und Bremer Bürgermeister in Personalunion, ein paar kluge Worte sprechen.
Sein Fazit:

„Die neue 2-Euro-Münze zeigt, wofür Bremen steht: Weltoffenheit, Wissen und Verantwortung.“
Und natürlich für Fisch, Wind und Möwen, aber das war vermutlich PR-technisch zu maritim.

30 Millionen Mal maritime Kompetenz

Die Münze zeigt das Klimahaus Bremerhaven, das aussieht wie ein futuristisches Forschungsschiff – oder wie ein sehr ambitionierter Karpfen. Zwei Möwen segeln stilvoll durchs Bild (wahrscheinlich auf dem Weg zum Pommesstand), und man sieht sogar den Hafen angedeutet. Kunst mit Küstenflair, wie man so sagt.

Die Perspektive: schräg von unten – ein klares Zeichen dafür, dass Wissenschaft auf Augenhöhe mit dem Volk stattfinden soll. Oder dass der Künstler einfach auf dem Boden lag.

Künstler, Prägung, Serienwahnsinn

Das Motiv stammt vom Berliner Künstler Bodo Broschat, der sich in einer „Gestaltungswerkstatt“ gegen andere Entwürfe durchgesetzt hat. (Ich stelle mir vor: zwölf Künstler, drei Thermoskannen, fünf Monate Debatte über Möwenflügelwinkel.)

Die Münze ist Teil der Serie „Bundesländer II“. Die erste Serie hatte Bremen 2010 schon einmal geehrt – damals mit Roland und Rathaus. Jetzt also das Klimahaus. Vielleicht folgt 2043 dann die Weserfähre Blexen–Bremerhaven in 3D-Optik.

Fazit: Eine kleine Münze, ein großes Gefühl

Ab dem 29. Januar 2026 ist die Bremer Münze offiziell im Umlauf. 30 Millionen Stück. Genug, um die gesamte Bundesrepublik mit einer kleinen Dosis Norddeutschland zu versorgen. Vom Fischbrötchen an der Nordsee bis zur Pizza in Palermo – Bremen zahlt jetzt mit Stil.

Und ich? Ich warte weiter auf meine eigene Münze. Vielleicht 2080, wenn die Serie „Wichtige Menschen mit starkem Kaffee-Abo“ startet.

Bis dahin:
Ich bin gerührt – aber nicht geprägt

 

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