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ICE – Wenn Wahrheit und Waffe gleichermaßen locker sitzen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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In den verschneiten Büros der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) herrscht eisige Klarheit: Wenn der Präsident ein notorischer Märchenerzähler ist, warum sollten sich seine Beamten mit der schnöden Wahrheit belasten?

Ein interner Leitfaden, inoffiziell als „Die Wahrheit tut nicht Not – aber Zielen ist Pflicht“ bekannt, kursiert laut Gerüchten seit Jahren im internen Memo-Verteiler. Darin heißt es sinngemäß: „Wenn du schon nicht weißt, was du tust, dann tu es wenigstens mit gezogener Waffe.“

Locker sitzende Waffen, fester Griff bei Ausreden
ICE-Agenten genießen einen Ruf für durchsetzungsstarkes Auftreten – vor allem in Richtung unbewaffneter Zivilisten, die sich gerade anschicken, Kinder von der Schule abzuholen oder aus dem Supermarkt kommen. Die Pistole sitzt dabei oft lockerer als das Namensschild. In einem Land, in dem Wort gegen Waffe steht, hat die Wahrheit leider selten Kugelsicherheit.

Ein hochrangiger ICE-Sprecher, der anonym bleiben möchte („weil ich’s morgen eh wieder abstreiten muss“), sagte auf Nachfrage:

„Unsere Beamten handeln stets im Rahmen des Gesetzes. Welches Gesetz, fragen Sie? Nun, das interpretieren wir flexibel – wie die Realität.“

Einsätze mit Durchschlagskraft – auch bei der Glaubwürdigkeit
In letzter Zeit häufen sich Vorfälle, bei denen ICE-Agenten Menschen in angeblicher „Selbstverteidigung“ erschossen – während Augenzeugen von völlig anderen Szenen berichten. Kameras? Fehlanzeige. Gedächtnisprotokolle der Beamten? Auffällig synchron, auffällig lückenhaft.

Eine neue Initiative zur „Wahrheitsförderung im Außendienst“ wurde schnell wieder eingestampft – man habe versehentlich zu viele Notizblöcke verteilt und zu wenig Munition.

Wenn Präsident Trump die Linie vorgibt, wird aus Fakten eben Feuer frei
Analysten sind sich einig: In einer Regierung, in der der Präsident ohne mit der Wimper zu zucken venezolanische Präsidenten entführt und sich selbst Friedensnobelpreise schenkt, darf man von ICE-Agenten keine sprachliche oder moralische Feinkalibrierung erwarten.

Ein ehemaliger Ausbilder erklärte dazu:

„In der Ausbildung fragen wir: ‚Was würden Sie tun, wenn jemand wegläuft?‘ Die richtige Antwort lautet: ‚Fragen Sie nicht, schießen Sie zuerst. Die Begründung kriegen wir später irgendwie hin.’“

Fazit:
Wer heute in den USA auf Wahrheit von ICE hofft, sollte lieber einen Regenschirm mitnehmen – nicht wegen der Klarheit, sondern wegen des Kalibers. Und wer ihnen begegnet, tut gut daran, langsam zu sprechen, noch langsamer zu atmen – und die Wahrheit besser für sich zu behalten. Man weiß ja nie, ob das als Widerstand gewertet wird.

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