Am 25. September 2025 wurde im Handelsregister die Hot Point Minerals GmbH mit Sitz in München eingetragen. Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von 25.000 Euro und ihren Geschäftssitz in der Tal 34, 80331 München.
Gegenstand des Unternehmens ist laut Eintragung die „Gewinnung von und Handel mit Rohstoffen aller Art, Bodenschätzen aller Art und damit vergleichbaren Waren“. Zum Geschäftsführer wurde Dr. Heiner Götz Pollert bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und befugt, Rechtsgeschäfte auch im Namen Dritter mit sich selbst abzuschließen.
Kritische Fragen für Anleger
Die Eintragung einer neuen Gesellschaft allein sagt noch nichts über deren künftigen Erfolg aus. Wenn jedoch – wie zu erwarten – Kapital von Anlegern eingeworben werden soll, stellt sich die Frage:
Welche Leistungsbilanz kann Herr Dr. Pollert vorlegen?
Potenzielle Investoren haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, welche Erfahrungen und Erfolge er in der Vergangenheit mit vergleichbaren Projekten erzielt hat. Entscheidend ist nicht die bloße Gründung einer neuen GmbH, sondern die nachweisbare Rendite für Anleger aus früheren Engagements.
Ein transparenter Überblick über bisherige Investments, deren wirtschaftlichen Verlauf und die für Anleger erzielten Ergebnisse würde Vertrauen schaffen. Ohne solche Nachweise bleibt die Unternehmensgründung ein reines Versprechen auf Papier.
Fazit
Die Gründung der Hot Point Minerals GmbH ist ein formaler erster Schritt. Ob Anleger hier Chancen oder Risiken erwarten, hängt maßgeblich davon ab, ob Herr Dr. Pollert bereit ist, eine offene und nachvollziehbare Erfolgsbilanz vorzulegen – bevor weiteres Kapital eingesammelt wird.
Unsere Einschätzung des Unternehmers Heiner Götz Pollert
Dr. Heiner Götz Pollert ist seit über zwei Jahrzehnten als Unternehmer, Geschäftsführer und Vereinsvorstand in unterschiedlichen Bereichen aktiv. Sein Schwerpunkt lag dabei vor allem auf technologieorientierten Gesellschaften, Patenten und Beteiligungsmodellen.
Breites Engagement in Unternehmensgründungen
Die Registereinträge zeigen, dass Pollert eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Gesellschaften gegründet oder geführt hat – von Patentpool-Gesellschaften über Technologie-Start-ups bis hin zu jüngeren Gründungen wie der Hot Point Minerals GmbH (2025) oder der SalviCure GmbH (2024). Auch im Bereich Vereinswesen ist er tätig, z. B. beim Deutschen Institut für Erfindungswesen e. V. oder dem Fachverband Besser Heizen e. V.
Häufige Liquidationen und Umstrukturierungen
Auffällig ist, dass viele seiner Gesellschaften nach einigen Jahren in Liquidation gingen (z. B. Accuramics GmbH, AlterEgo GmbH, IMP GmbH, Patentpool Technologie Fonds GmbH, Ravenpack Trading Systems GmbH, XPIEMA GmbH). Solche Auflösungen sind im dynamischen Umfeld von Technologie- und Beteiligungsfirmen nicht ungewöhnlich – sie zeigen jedoch, dass langfristige Stabilität nicht in allen Projekten erreicht wurde.
Innovations- und Patentbezug
Pollert ist auch als Erfinder und Patentinhaber in Erscheinung getreten, u. a. mit einem Patent für Wärmespeicherelemente (2010). Mehrere seiner Firmen (z. B. ACT Air Coating Technologies GmbH, S.A.T. Single Atom Technologies GmbH) deuten auf eine technologisch-innovativen Anspruch hin.
Bedeutung für Anleger
Für Investoren stellt sich jedoch eine zentrale Frage: Welche tatsächlichen Erfolge für Anleger wurden mit den bisherigen Projekten erzielt?
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Die Vielzahl an Gründungen zeigt Unternehmergeist und Risikobereitschaft.
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Gleichzeitig erfordert die Häufung von Liquidationen eine kritische Prüfung, ob die Geschäftsmodelle tragfähig waren und ob Investoren nachhaltige Renditen erzielen konnten.
Fazit
Heiner Pollert ist ein vielseitiger Serienunternehmer mit technologischem Fokus, der in zahlreichen Branchen tätig war. Sein Werdegang belegt Erfahrung im Gründen, Strukturieren und Führen von Gesellschaften, aber auch eine hohe Fluktuation und wechselhafte Ergebnisse.
Wer heute in neue Projekte von ihm investieren möchte, sollte sich nicht allein von seiner unternehmerischen Aktivität beeindrucken lassen, sondern konkrete Leistungsbilanzen und Nachweise über Anlegererfolge einfordern. Nur so lässt sich einschätzen, ob seine neuen Vorhaben für Investoren realistische Chancen bieten oder ob sich die Erfahrungen der Vergangenheit wiederholen könnten.

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