International

Holland

jorono (CC0), Pixabay
Teilen

Nach dem Wahlerfolg des rechtspopulistischen Politikers Geert Wilders in den Niederlanden haben sich die Regierungsbildungsgespräche verzögert. Der von Wilders für die Leitung der Gespräche eingesetzte Vermittler Gom van Strien, ein Senator der Wilders-Partei PVV, trat von seiner Rolle zurück. Diese Entscheidung folgte nach Medienberichten über Betrugsvorwürfe in einem Unternehmen, in dem van Strien früher tätig war. Van Strien erklärte, dass die durch die Berichte entstandenen „Unruhen“ und der zeitliche Aufwand, angemessen darauf zu reagieren, nicht mit seiner Funktion als Vermittler vereinbar seien.

Van Strien sollte ursprünglich heute mit den formellen Gesprächen zur Bildung einer Koalitionsregierung beginnen und dabei die Führungskräfte der verschiedenen Parteien treffen.

Die Partei PVV unter Wilders erlangte bei der Wahl 37 der 150 Parlamentssitze. In den Niederlanden, wo aufgrund des stark zersplitterten politischen Systems Regierungsbildungen traditionell komplex sind, ist oft die Beteiligung von vier oder mehr Parteien erforderlich. Für Wilders ist die Situation besonders herausfordernd, da die Vorsitzende der langjährigen bürgerlich-konservativen Regierungspartei VVD angedeutet hat, nicht an einer von Wilders geführten Regierung teilnehmen zu wollen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
International

Vorwürfe gegen italienische Minister und Regierung

Italienische Minister sehen sich dem Vorwurf eines „schweren Fehlers“ ausgesetzt, nachdem ein...

International

Iranische Studenten setzen Protest fort

An iranischen Universitäten haben Studierende den dritten Tag in Folge protestiert. Die...

International

„Politische Sabotage“ durch Orbán

EU-Staats- und Regierungschefs werfen Viktor Orbán vor, die Unterstützung für die Ukraine...

International

Bewaffnete Sicherheitskräfte schlagen Studentenproteste im Iran nieder

Bewaffnete Sicherheitskräfte sind in großer Zahl auf Irans Universitätsgeländen präsent, um anhaltende...