Der US-Technologiekonzern Meta Platforms plant, seine Investitionen in Künstliche Intelligenz deutlich zu erhöhen. Doch genau diese Strategie könnte kurzfristig Druck auf die Aktie ausüben.
Bereits im Januar kündigte Meta an, die Investitionsausgaben (Capex) von rund 72 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf bis zu 135 Milliarden Dollar im Jahr 2026 zu steigern. Ein Großteil dieser Summe soll in den Ausbau der neuen KI-Sparte „Meta Superintelligence Labs“ fließen.
Diese Entwicklung überrascht kaum: Meta setzt KI bereits intensiv in seinen großen Plattformen Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp ein.
Das Problem aus Sicht der Investoren: Die massiven Investitionen könnten den freien Cashflow (Free Cash Flow) des Unternehmens weiter reduzieren.
Meta erreichte Ende 2025 rund 3,58 Milliarden täglich aktive Nutzer über seine Plattformen – ein Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um 22 Prozent.
Trotzdem sank der Gewinn pro Aktie um zwei Prozent, während die operative Marge leicht auf 41 Prozent zurückging. Neben einer einmaligen Steuerbelastung waren vor allem drei Faktoren verantwortlich:
Verluste der VR- und AR-Sparte Reality Labs
Ausbau der KI-Forschungsteams
steigende Investitionen in KI-Infrastruktur
Der freie Cashflow sank dadurch bereits um 16 Prozent auf 43,6 Milliarden Dollar.
Die geplanten Investitionen für 2026 sollen vor allem in den Ausbau der technischen Infrastruktur fließen – darunter:
der Kauf leistungsstarker Grafikprozessoren (GPUs)
die Entwicklung eigener KI-Chips
der Bau zusätzlicher Rechenzentren
All das könnte den freien Cashflow weiter verringern und damit auch die Bewertung der Aktie belasten. Viele Investoren bewerten Technologieunternehmen nämlich nicht nur nach Gewinn, sondern auch nach der Höhe des freien Cashflows.
Aktuell liegt Metas Free-Cashflow-Rendite bei etwa 2,6 Prozent, nachdem sie im Jahr zuvor noch bei rund 3,3 Prozent lag.
Gleichzeitig könnten die steigenden Investitionen auch die operativen Margen weiter unter Druck setzen. Um diese Belastung auszugleichen, müsste das hochprofitable Werbegeschäft weiter stark wachsen.
Das könnte jedoch schwieriger werden, falls sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert und Unternehmen ihre Werbeausgaben reduzieren.
Langfristig sehen Analysten dennoch Wachstumspotenzial. Zwischen 2025 und 2028 erwarten Experten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn ein durchschnittliches Wachstum von etwa 20 Prozent pro Jahr.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 19 für das kommende Jahr gilt die Aktie derzeit sogar als relativ günstig bewertet.
Für langfristige Investoren könnte der aktuelle Kursrückgang deshalb auch eine Kaufgelegenheit darstellen – vorausgesetzt, Metas milliardenschwere KI-Offensive zahlt sich tatsächlich aus.
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