Es klingt wie der Beginn eines sehr schlechten Agentenfilms:
„Guten Tag, hier spricht Birgit Rodolphe, Exekutivdirektorin der BaFin! Wir von der Taskforce Geld-zurück wollen Ihnen helfen, Ihre Online-Verluste wiederzubekommen!“
Klingt seriös? Ist es natürlich nicht.
Die BaFin – Deutschlands Finanzaufsicht mit dem trockenen Humor eines Jahresabschlusses – warnt jetzt offiziell vor dieser angeblichen „Taskforce“. Denn in Wahrheit stecken ganz normale Betrüger dahinter, die offenbar dachten, der Name Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mache sich auch im Callcenter gut.
Das Schema ist simpel:
Erst wird Mitleid erzeugt („Oh, Sie haben bei Kryptoinvestitionen Geld verloren?“), dann Vertrauen („Zum Glück gibt’s uns, die BaFin!“) – und am Ende natürlich die Bitte, noch mal Geld zu überweisen, „damit die Rückzahlung bearbeitet werden kann“.
Klassiker.
Dabei stellt die echte BaFin klar:
„Wir rufen niemanden an. Wir schicken keine E-Mails. Und wenn wir das täten, würden Sie es an der langweiligen Sprache erkennen.“
Die Behörde bittet also um Folgendes: Nicht reagieren, nicht überweisen, Anzeige erstatten – und vielleicht kurz darüber schmunzeln, wie dreist manche Betrüger geworden sind.
Denn wenn eines sicher ist, dann das:
Wenn die BaFin wirklich eine „Taskforce“ hätte, dann würde sie garantiert keine Leute anrufen – sondern erstmal fünf Jahre lang ein Formular dazu entwickeln.
Kommentar hinterlassen