Startseite Allgemeines Helme Heine ist tot – Der Mann, der Tabaluga und Millionen Kinderherzen zeichnete
Allgemeines

Helme Heine ist tot – Der Mann, der Tabaluga und Millionen Kinderherzen zeichnete

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
Teilen

Er war einer der prägenden Illustratoren und Erzähler des deutschsprachigen Raums – und weit darüber hinaus: Helme Heine, Schöpfer unzähliger Kinderbuchwelten und geistiger Vater des legendären Tabaluga-Drachen, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Mit über 25 Millionen verkauften Büchern in mehr als 30 Sprachen gehörte er zu den bedeutendsten Kinderbuchkünstlern unserer Zeit.

„Freundschaft bekommt man nicht geschenkt“ – Ein Lebensthema

Helme Heine liebte Geschichten – und noch mehr die Freundschaft. In einem BR-Interview sagte er einmal:

„Liebe kann zufällig passieren. Freundschaft nie. Für einen Freund muss man etwas tun.“

Diese Haltung durchzieht sein Werk. Besonders sein 1982 erschienenes Bilderbuch „Freunde“, in dem Hahn, Maus und Schwein Hand in Hand durch alle Abenteuer gehen, machte ihn weltberühmt. Es gilt bis heute als moderner Klassiker – viele Erwachsene von heute sind mit diesen Figuren groß geworden.

Ein Multitalent: Autor, Illustrator, Filmemacher, Bildhauer

Heine war weit mehr als ein Kinderbuchautor. Er schrieb:

  • Romane für Erwachsene

  • Hörspiele

  • Drehbücher

  • Theaterstücke

und schuf darüber hinaus Skulpturen und Gemälde. Seine Bilderwelten waren farbenfroh, poetisch und zugleich leicht ironisch – nie belehrend, immer voller Wärme.

Vom Berliner Studenten zum Abenteurer in Südafrika

Geboren 1941 in Berlin, studierte Heine zunächst Kunstgeschichte und BWL. Doch statt eine akademische Karriere zu verfolgen, verließ er Deutschland – nach eigener Aussage, „bevor ich mir einen Eisschrank anschaffe“.

Mitte der 1960er-Jahre zog er nach Südafrika, wo er:

  • Werbung gestaltete

  • Regie führte

  • als Schauspieler arbeitete

und schließlich seine Berufung fand: Das Zeichnen für Kinder.

Afrika, sagte Heine später, habe ihn gelehrt, was Freiheit ist – und dass man nicht reich sein müsse, um glücklich zu werden.

Wie Whoopi Goldberg den Weg zu Tabaluga ebnete

Eine fast filmreife Episode ist Heines Weg zu Tabaluga. Peter Maffay plante Anfang der 1980er-Jahre, sein Tabaluga-Musical in die USA zu bringen. Die damals berühmte Schauspielerin Whoopi Goldberg, um Rat gefragt, gefielen die ursprünglichen Entwürfe nicht.

Dann griff sie in ihr Bücherregal – und zog Helme Heines „Freunde“ heraus.

So wurde er zum Illustrator des kleinen grünen Drachen, dessen Zeichnungen bis heute ikonisch sind und weltweit geliebt werden.

Ein Künstler, der die Welt bunter machte

Helme Heine verstand es wie kaum ein anderer, Kindern Geschichten über Mut, Freundschaft und Zusammenhalt zu erzählen – leichtfüßig, humorvoll und mit viel Herz. Seine Bilder prägten Generationen, seine Figuren wurden zu Begleitern durch Kindheit und Jugend.

Mit seinem Tod verliert die Kinderliteratur einen ihrer leuchtendsten Köpfe.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Neue Phase der US-Außenpolitik: Trumps Militäraktionen sorgen für Debatten

Als Donald Trump in seiner Siegesrede nach der Wiederwahl versprach, keine neuen...

Allgemeines

Berühmter Weißkopfseeadler aus Florida vermutlich tot – Fans trauern um „F23“

Nach mehreren Tagen des Verschwindens wird ein bekannter Weißkopfseeadler aus Florida nun...

Allgemeines

Joan Lunden erhebt Vorwürfe: Ehemaliger Vorgesetzter soll sie sexuell belästigt haben

Die frühere „Good Morning America“-Moderatorin Joan Lunden spricht in ihren neuen Memoiren...

Allgemeines

USA und Ecuador starten Militäroperationen gegen „Narco-Terrorismus“

Die USA und Ecuador haben am 3. März gemeinsame Militäroperationen in Ecuador...