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Hegseth: „Das ist nicht Irak“ – USA planen keinen 20-jährigen Einsatz im Iran

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat klargestellt, dass der aktuelle Militäreinsatz gegen den Iran nicht auf einen langfristigen „Nation-Building“-Einsatz wie in Irak oder Afghanistan hinauslaufen soll. Ziel sei es vielmehr, die militärischen Fähigkeiten Irans entscheidend zu schwächen – insbesondere das Raketenarsenal, die Marine sowie das Atomprogramm.

„Das ist nicht Irak. Das ist kein endloser Krieg“, sagte Hegseth am 2. März bei einer Pressekonferenz im Pentagon. „Unsere Generation weiß es besser.“

Klare militärische Zielsetzung

Nach Angaben Hegseths verfolgen die USA gemeinsam mit Israel eine klar umrissene Mission: die Zerstörung der iranischen Raketenbedrohung, der Seestreitkräfte und die Verhinderung einer nuklearen Bewaffnung Teherans. „Keine Atomwaffen“, betonte der 45-jährige Minister. „Unsere Ambitionen sind nicht utopisch.“

Hegseth, ehemaliger Infanterieoffizier der Army National Guard mit Einsätzen im Irak und in Afghanistan, verwies auf die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahrzehnte. Frühere Versuche des staatlichen Wiederaufbaus („Nation-Building“) im Nahen Osten bezeichnete er als „dumm“ – eine Einschätzung, die auch Präsident Donald Trump wiederholt vertreten habe.

Trump hatte bereits im Wahlkampf die langjährigen Militäreinsätze nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kritisiert. In einer TV-Debatte im Februar 2016 nannte er den Irakkrieg einen „großen, fetten Fehler“, der mit angeblichen Massenvernichtungswaffen begründet worden sei, die sich später als nicht existent herausstellten. Die USA hätten Billionen Dollar ausgegeben, ohne greifbare Ergebnisse zu erzielen.

Keine Bodentruppen – aber keine Festlegungen

Hegseth erklärte, derzeit befänden sich keine US-Bodentruppen im Iran. Zugleich vermied er es, künftige militärische Schritte auszuschließen.

„Wir werden uns nicht darauf einlassen, im Voraus zu sagen, was wir tun oder nicht tun werden“, sagte er. „Wir werden so weit gehen, wie es notwendig ist.“

Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass die militärischen Ziele auch ohne einen jahrelangen Großeinsatz erreichbar seien. „Man muss nicht 200.000 Soldaten hinein schicken und 20 Jahre bleiben“, sagte Hegseth. „Wir haben bewiesen, dass man amerikanische Interessen durchsetzen kann, ohne dabei töricht zu handeln.“

Großangriff auf Iran

Die groß angelegte US-israelische Militäraktion hatte am 28. Februar begonnen. Dabei kamen nach Angaben aus Washington unter anderem Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie zahlreiche weitere hochrangige Funktionäre ums Leben.

Die weitere Entwicklung des Konflikts bleibt offen. Während Washington von einer klar begrenzten Operation spricht, wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation in der Region.

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