Am Montag war der US-Bundesstaat Arizona von einem gewaltigen Sandsturm betroffen, der große Teile des öffentlichen Lebens für mehrere Stunden zum Stillstand brachte. Augenzeugen berichteten von einer gewaltigen Staub- und Sandwand, die über Städte und Highways hinwegzog und die Sicht auf wenigen Metern reduzierte.
Folgen für Bevölkerung und Infrastruktur
Tausende Haushalte und Betriebe waren zeitweise ohne Strom, nachdem Leitungen beschädigt oder vorsorglich abgeschaltet worden waren. Besonders in der Region um Phoenix kam es zu erheblichen Störungen. Zahlreiche Flüge mussten gestrichen oder verschoben werden, da Starts und Landungen aufgrund der schlechten Sicht unmöglich waren. Auch der Straßenverkehr war stark beeinträchtigt – mehrere Autobahnen wurden zeitweise gesperrt.
Seltenes, aber nicht unbekanntes Phänomen
Solche extremen Sand- und Staubstürme, in den USA oft als „Haboob“ bezeichnet, entstehen in Arizona vor allem in den Sommermonaten, wenn starke Gewitterböen große Mengen Sand und Staub aus der Wüste aufwirbeln. Obwohl die Erscheinung spektakulär wirkt, geht von ihr auch eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung aus – insbesondere im Straßenverkehr und für Menschen mit Atemwegserkrankungen.
Rückkehr zur Normalität
Am späten Montagabend hatte sich die Lage weitgehend beruhigt. Die Behörden begannen mit Aufräumarbeiten, Stromleitungen wurden repariert und der Flugverkehr nahm allmählich wieder Fahrt auf. Verletzte wurden nach ersten Angaben nicht gemeldet.
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