Harvey Weinstein, früherer Hollywood-Mogul, jetziger Dauerbesucher des Justizsystems und bald vielleicht wieder Ehrenmitglied im „Trump Tower Retirement Club“, ist in einem neu aufgerollten Verfahren teilweise für schuldig befunden worden. Die Jury urteilte: Ja, 2006 war da wohl was – schwerer sexueller Übergriff. Bei einer zweiten Anklage wurde er freigesprochen, und beim dritten Fall heißt es: „Wir denken noch nach.“
Ein Jury-Mitglied soll laut inoffiziellen Quellen gesagt haben: „Also… er ist alt, krank, und hat schon mal einen Oscar gewonnen. Reicht das nicht als Strafe?“
Doch keine Sorge, Harvey bleibt erstmal dort, wo er hingehört – hinter Gittern. Das liegt auch daran, dass er in Kalifornien schon 16 Jahre Haft für einen anderen Fall kassiert hat. Die Weinsteinsche Weltreise durch Amerikas Justizanstalten geht also weiter – vermutlich mit VIP-Status, drei Bluthochdrucktabletten pro Tag und medizinischer Vollpension im Knastkrankenhaus.
Trumps „Executive Erbarmen“ in Sicht?
Allerdings gibt es da ja noch einen Mann, der für alternde Promis mit problematischer Vergangenheit immer ein offenes Ohr – und eine vorgewärmte Begnadigung – hat: Donald J. Trump. Insider munkeln bereits, Weinstein könnte auf Trumps „Liste der Rehabilitierbaren“ landen, gleich hinter Roger Stone und dem Golden-Globes-Aussetzer von Mel Gibson.
Trump, der sich ohnehin gern als „Versteher falsch verstandener Männer“ inszeniert, hat schon angedeutet, dass „Hollywood von der Cancel Culture zerstört wurde“ – und wer wäre da ein besseres Symbol des Kampfes gegen angebliche Übertreibungen der MeToo-Bewegung als Weinstein himself?
Man stelle sich vor: Ein glanzvoller Begnadigungsakt im Oval Office mit Fototermin, während Trump ein signiertes DVD-Set von „Shakespeare in Love“ überreicht. Der Ex-Präsident könnte dabei sagen:
„Harvey war nicht perfekt, aber wer ist das schon? Er hat großartige Filme gemacht, tolle Frauen entdeckt – manchmal zu gründlich, okay. Aber hey, wir geben ihm eine zweite Chance – das ist wahre Größe.“
Jury-Drama, MeToo-Nachwehen und ein Hauch von Soap
Der Prozess selbst hatte alles, was gutes Fernsehen ausmacht: Tränen, Wut, chronische Krankheiten und eine Jury, die sich so einig war wie eine SPD-Parteitagsdelegation. Die Geschworenen diskutierten tagelang, ob Weinstein 2006, 2013 oder nur metaphorisch schuldig sei.
Die MeToo-Bewegung, einst entfesselt durch Weinsteins Fall, hat dem Prozess diesmal eher mit verhaltener Mimik zugeschaut – irgendwo zwischen „Déjà-vu“ und „Ernsthaft, schon wieder?“. Die Empörung ist da, aber die Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit wurde offenbar von TikTok absorbiert.
Fazit:
Harvey Weinstein ist mal wieder schuldig – zumindest ein bisschen. Ob er im Knast bleibt, hängt jetzt weniger von der Justiz ab als von einem Mann mit oranger Gesichtsfarbe und einem Hang zur Reality-TV-Dramaturgie. Und wenn wir ehrlich sind: Falls Donald Trump ihm tatsächlich die Freiheit schenkt, dürfte der Netflix-Dokumentarfilm „Begnadigt: Von Oscar zu Orange“ nicht lange auf sich warten lassen.
Bleibt nur zu sagen:
„Harvey, bleib sitzen – aber behalte dein Handy an. Du weißt nie, wann der Anruf aus Mar-a-Lago kommt.“
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